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23.12.2013

20:37 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Ausruhen im Plus

Am Montag setzte der Dax seine Rekordjagd ungehemmt fort. Kerstin Leitel lässt dennoch die letzten Rendite-Punkte des Jahres fürs Depot sausen. Wieso auch nicht? Kann sie sich doch auf einem zweistelligen Plus ausruhen.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Und in den letzten Handelstagen wieder ein neues Allzeithoch: Der deutsche Leitindex Dax ist nicht zu bremsen und peilt nun die 9500 Punkte an. Aber wie seriös sind diese jüngsten Klettertouren noch unterfüttert? Zum Jahresausklang schauen interne wie externe Experten nach vorn, klar. Doch es reicht dieser Tage offenbar schon eine Analysten-Stimme, um den Kurs eines Dax-Wertes wie Lanxess um mehrere Prozent zu treiben.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Der Spezialchemiekonzern will sein schwaches Ergebnis 2013 im kommenden Jahr steigern, habe mit Blick auf den Absatz anscheinend das Schlimmste überstanden, schreibt Nadeshda Demidova von der Investmentbank Equinet. Und Adidas-Aktien kletterten ebenfalls nach Aussagen zu den Gewinnerwartungen des Sportarktikelkonzerns im kommenden Jahr. Europas größter Sportartikelhersteller will 2014 nicht zuletzt dank der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien einen Zahn zulegen.

Na, mir war ja bereits beim Überschreiten der viel diskutierten 9000-Punkte-Marke schwindelig. Daher lasse ich die letzten Rendite-Punkte des Jahres fürs Depot getrost sausen und ruhe mich recht zufrieden auf meinem immerhin zweistelligen Plus aus.

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