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11.12.2012

19:21 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Begrenzter Nervenkitzel mit Nokia-Papieren

Nokia-Aktionäre waren einst zufriedene Anleger. Doch die glänzenden Börsenzeiten der Finnen sind vorbei, oder etwa doch nicht? Jessica Schwarzer jedenfalls geht das „Risiko“ ein und kauft, allerdings keine Aktien.

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

Die Nokia-Aktie ist zwar schon kräftig gelaufen – seit Ende Oktober hat sie gut 50 Prozent zugelegt –, aber ich setze trotzdem auf den finnischen Konzern. Allerdings kaufe ich keine Aktien sondern ein Capped-Bonus-Zertifikat von BNP Paribas.

Wenn meine Wette aufgeht, erziele ich damit eine Rendite von gut 23 Prozent. Und das bei einer Restlaufzeit von knapp drei Monaten. Das Papier läuft nämlich nur noch bis zum 15. März. Dann bekomme ich drei Euro pro Stück zurück, gekauft habe ich zum Kurs von 2,82 Euro.

Jessica Schwarzer

Die Redakteurin

Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.

Die Strategie

Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Hohe Renditen deuten zwar bekanntlich auf ein relativ hohes Risiko hin. In diesem Fall ist der Nervenkitzel allerdings begrenzt. Denn das Papier hat immerhin einen Bonuspuffer von mehr als 46 Prozent. Die Nokia-Aktie müsste nämlich auf 1,50 Euro fallen, dort liegt die Barriere des Papiers, damit die Wette nicht aufgeht und ich satte Verluste mache.

Das Depot: Zum Vergrößern bitte anklicken.

Das Depot: Zum Vergrößern bitte anklicken.

Dass die Aktie binnen drei Monaten so stark abstürzt, glaube ich aber nicht.  Zuletzt gab es positive Nachrichten, ein Comeback des einstigen Börsenstars sei möglich, hieß es sogar. Die Finnen haben auf dem chinesischen Markt einen Fuß in der Tür. Mit dem chinesischen Mobilfunkgiganten China Mobile wurde jüngst eine Kooperation geschlossen. Das weckte Fantasie an der Börse und ich bin mir sicher, dass Nokia einen Großteil dieser Gewinne über die Laufzeit meines Zertifikats retten wird. Steigt die Aktie allerdings über drei Euro, ist mein Gewinn begrenzt. Aber damit kann ich angesichts einer Rendite von mehr als 20 Prozent gut leben.

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