Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.11.2012

21:12 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Bei Apple-Aktien einsteigen

Die Spannung bei den Handelsblatt-Depots steigt. Eine Redakteurin geht in die Offensive und steigt bei einem milliardenschweren Technologiewert aus den USA ein, der zuletzt herbe Verluste hinnehmen musste.

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

Ich wage mich aus der Deckung und kaufe Apple-Aktien. Das Papier hat an der Börse zuletzt eine ziemliche Talfahrt hingelegt und fast zwanzig Prozent verloren. Vor zwei Monaten kostete die Apple-Aktie rund 705 Dollar. Aktuell liegt sie bei 566 Dollar oder umgerechnet 440 Euro. Zugegeben, der Konzern hatte zuletzt einige Probleme.

Die Apple-Aktie lebt von Innovationen und positiven Überraschungen. Die neuesten Produkte von Apple waren allerdings nur Verbesserungen der alten Produktpalette. Die iPhones, MacBooks und iMacs werden zwar allesamt dünner und damit attraktiver, aber an echten Neuheiten fehlt es.

Jessica Schwarzer

Die Redakteurin

Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.

Die Strategie

Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Ein Renner könnte das iPhone5 werden. Aber Apples Zulieferer kommen mit der Produktion nicht hinterher. Vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft kommt das natürlich weder bei den Kunden noch bei Börsianern gut an. Auch die neue Karten-App und das neue Betriebssystem iOS 6 sorgten nicht gerade für Begeisterungsstürme.

Doch das schreckt mich nicht ab. Nach dem Kursrutsch sind viele der Probleme eingepreist. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von aktuell rund 13 ist die Aktie so günstig wie lange nicht mehr. Nach Meinung von Scott Craig, Analyst bei Merrill Lynch, könnte sich der Kauf auf dem aktuellen Niveau lohnen. Die Aktie biete wieder ein sehr attraktives Verhältnis von Wachstum zu Bewertung, meint er. Kleiner Wehmutstropfen: Er senkt das Kursziel für die Aktien von 820 auf 780 US-Dollar. Gemessen am aktuellen Kurs, wäre das ein fettes Plus.

Ich glaube an den Konzern – nicht zuletzt, weil ich selber ein Fan der Produkte bin. Und deshalb investiere ich 6600 Euro und kaufe 15 Anteilsscheine. Ein kleines Plus habe ich mit meinem Zukauf heute sogar schon eingefahren.

Spekulatives Depot.

Spekulatives Depot.

Kommentare (7)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Rainer_J

20.11.2012, 21:31 Uhr

Zitat:"Bei Apple-Aktien einsteigen"

Achso, jetzt wo google und W8 Apple das Leben schwer machen werden? Und die derzeitigen Apple-Manager nicht wirklich Steve Jobs ersetzen.
Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

neo

20.11.2012, 23:19 Uhr

Bei Apple einsteigen? Na dann doch lieber Sparbuch, wird man nicht annähernd so viel Kohle verbrennen.
Die Apple Storie ist vorbei, Luft raus, das Messer fällt, Ende Gelände, Schicht im Schacht, aus die Maus. PS: Betrifft ja nicht nur die Apple Aktie.
Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Account gelöscht!

20.11.2012, 23:28 Uhr

Fallobst im Depo ? Na ja ich bin nicht davon überzeugt dass eine Aktie bei SMA 30 den SMA 200 das erste mal seit 3 Jahren nach unten durchschlage hat son toller Kauf ist.

Man könnte das ja auch nicht so technisch sehen und sich schlicht fragen woher denn das Wachstum einer Monsteraktie bei sich abschwächender Weltkonjunktur (Pessimisten wie Marc Faber sehen diese ja dank geldrucken kurz vorm Crash) und zunehmender Konkurrenz die an den Marktanteilen knabbert denn kommen soll.

Historisch könnte man argumentieren das keine der 5 Firmen die jemals diese größe hatten diese auch behalten haben. Wenn et schick gelaufen ist haben die sich nur halbiert.

Apple hat ne Menge Probleme und kein Mastermind mehr, die nächsten Quartalszahlen werden zeigen in wieweit sich schon die Konkurrenz Scheiben aus dem Apfelkuchen geschnitten hat. Apple ist weder unkapput- noch unverwundbar.

Steve Jobs wußte schon warum er keine Dividende zahlen wollte auch der Move zum Ipad Mini könnte eine weitere Fehlentscheidung hin zu geringerer Marge und Kanibalisierung eigener Produkte gewesen sein.

Was goes App must come down !

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×