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17.07.2013

20:23 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Ben Bernanke, der Magier der Märkte

Der US-Notenbankchef zaubert die Börsenkurse ins Plus und auch die Banken in Amerika legen magisch gute Zahlen vor. Und die Musterdepots? Die können von der ganzen Hexerei nur teilweise profitieren.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Ben Bernanke hat seinen Namen als Magier der Märkte wieder alle Ehre erweisen. Seine Aussagen haben den Dax aus einem zwischenzeitlichen Minus ins Plus gehievt – wieder einmal. Bei seiner Rede von den Finanzausschuss des Repräsentantenhaus gab er an, keinen festen Zeitplan für eine Reduzierung der Anleihekäufe zu haben.

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Experten wie Jan Hatzius, Chefvolkswirt von Goldman Sachs, rechnen ohnehin erst Ende 2013 oder Anfang 2014 mit einer langsamen Rücknahme der Anleihe-Käufe. So wird Bernanke wohl noch einige Zeit Monat für Monat für 85 Milliarden Dollar Staatsanleihen und Immobilienpapiere kaufen und so noch mehr Geld in die nach wie vor lahmende Wirtschaft pumpen.

Von seinem Ziel, die Arbeitslosenquote auf 6,5 Prozent oder besser noch darunter zu drücken, ist er ohnehin noch weit entfernt. Mit dieser Fortsetzung der Anleihe-Käufe sind Aktien gegenüber anderen Investmentformen einfach alternativlos – die Aktien werden weiter steigen.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

17.07.2013, 20:33 Uhr

"Ben Bernanke, der Magier der Märkte"

Wenn ich demnächst mein Geld also selbst drucke, es in alle Nachbarschaften schiesse und jedem drohe der da nicht mehr mitspielen will, bin ich also ein Magier?

Coole Sache...schönes Wort

Account gelöscht!

17.07.2013, 22:03 Uhr

Und am Ende des Tages blieb doch nur ein laues Lüftchen im Dow....

Frankfurter_Bub

18.07.2013, 13:09 Uhr

@Frau Leitl

Sehr schönes Depot! Ihr Anlagestrategie bzw. die Zusammensetzung des Portfolios kommt meiner persönlichen Strategie am nächsten.

Nur von dem db-xtracker ETF & Telefonica Deutschand würde ich mich trennen. Der Rest läuft ja Dank buy-and-hold bisher ganz gut. Der ein oder andere Stopp-Loss wäre sicherlich im Hinblick auf turbulente Wochen in H2 2013 nicht verkehrt.

Weiter so & alles Gute!

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