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22.04.2013

19:47 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Bloß nicht den richtigen Zeitpunkt verpassen

Angesichts des geplanten Evonik-Börsengangs fürchtet Kerstin Leitel um den Wert ihrer BASF-Aktien. Autor Frank Wiebe beschäftigt sich derweil mit einem gefallenen Börsenstar und der Frage, ob er jetzt zuschlagen soll.

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent. Jens Dietrich

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent.

Der Apfel ist sauer geworden. Aber irgendwann schmecken auch saure Äpfel. Die Aktie von Apple hat ihr Profil verändert. Galt es lange Zeit, sie als Wachstumstitel im Depot zu halten und (wie bei allen Wachstumstiteln) rechtzeitig auszusteigen, so könnte sie jetzt ein Value-Titel sein. Eine Aktie, die vernünftig bewertet ist, auf einem funktionierenden Geschäftsmodell beruht und eine annehmbare Dividendenrendite in Aussicht stellt.

Nach dem Absturz zögere ich, man soll ja nie in ein fallendes Messer greifen. Aber möglicherweise verpasse ich so die Chance, das Papier günstig zu erstehen. Am Dienstag kommen Zahlen heraus. Im Vorfeld sieht man, etwas paradox, einen freundlichen Kurs, aber unfreundliche Schätzungen. Schmiert die Aktie am Dienstag ab, könnte es ein Kauf sein.

Ein Problem wäre allenfalls, dass ich dann Apple und Samsung in Depot habe, eine etwas einseitige Mischung.

Insgesamt hat mein Depot auch etwas gelitten unter der zwischenzeitlichen Börsenschwäche. Nachdem es schon fast auf ein Plus von zehn Prozent zumarschiert war, liegt es zurzeit deutlich darunter. Insofern war es jedenfalls gut, bisher auch noch einen guten Teil Bargeld zu behalten. Weil die Börsensituation immer unsicherer wird, liegt auch der Gedanke nahe, einfach zu verkaufen. Nur: Was mache ich dann mit dem Geld?

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

22.04.2013, 20:38 Uhr

Das ist doch immer dasselbe Ärgernis: Da werden wohldefinierte technologische Begriffe "Radar, Differential,..." eingesetzt, und dann für Finanzgeschäfte umetikettiert. Eigentlich nichtssagend und doch glaubt jeder, es zu verstehen. "Marktradar, Time Differential": Sorry, das ist doch Etikettenschwindel.

ArthurDent

23.04.2013, 00:59 Uhr

@Kronecker: Wie recht du hast. Dieses ganze Gerede der Techniker "der DAX kämpft um eine Marke", "startet einen Erholungsversuch" etc. ist kompletter sprachlicher Nonsens. Aktienindizes errechnen sich eben aus den Handlungen Vieler. Ein Eigenleben haben sie nicht.

Die Analogie liegt zwar sicherlich sehr nah. Es bleibt aber genau das - eine Analogie.

Jens_Heimann

23.04.2013, 07:07 Uhr

Wo findet man heute denn die drei Depots?

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