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10.10.2013

20:37 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Börsenweisheiten für stürmische Zeiten

Ein kurzer Ausflug des Dax unter die 8500-Punkte-Marke wirbelt Jürgen Röders Depot durcheinander. Kerstin Leitel macht sich eine alte Börsenweisheit zu Nutze. Und Georgios Kokologiannis sieht neue Chancen in Japan.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Das kurze Unterschreiten der Marke von 8500 Punkten beim Dax kurz vor Handelsschluss am vergangenen Mittwoch habe ich zum Anlass genommen, zum Handelsstart am Donnerstag alle Sprint- und Outperformancezertifikate zu verkaufen. Zumal die Gegenreaktion am Mittwoch schwach ausfiel.

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Bei beiden Zertifikatearten wird ab einer gewissen Marke der Gewinn gehebelt, unterhalb der Marke entspricht der Kursverlauf dem eines Indexzertifikates. Da sämtliche Produkte (WKN CZ55RB, CZ55RC und DZD9KS ) über ihrer jeweiligen Marke lagen, hätten Kursrückgänge mein Depot überproportional belastet. Und ich erwarte in der nächsten Zeit Kursrückgänge.

Diese Entscheidung hat mein Depot kräftig durcheinandergewirbelt. Derzeit bin ich nur noch zu 50 Prozent investiert. Kann sein, dass ich diese drei Zertifikate viel zu früh verkauft habe. Aber ich bin der Meinung, dass ich diese Produkte mit einem Gesamtwert von mehr als 36 000 Euro, die ich am  Donnerstag verkauft habe, spätestens in der nächsten Woche wieder preiswerter kaufen kann.

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