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06.10.2013

13:00 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Börsianer spüren US-Haushaltsnotstand

Der „Government Shutdown“ in den USA dauert an und geht in den sechsten Tag. Börsianer setzen auf eine Einigung in letzter Minute. Einer unserer Redakteure wartet mit neuen Käufen zunächst weiter ab. Die Musterdepots.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Auf eine Einigung in letzter Minute setzen Börsianer beim US-Budgetstreit. Von Nervosität kaum eine Spur. Das Problem: Wenn sich die Mehrheit auf bald wieder steigende Aktienkurse eingestellt hat, ist das Absturzrisiko umso höher, sollte es doch anders kommen als gedacht.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Auch auf die Gefahr hin den Startschuss zu einer möglichen Jahresend-Rally zu verpassen – ich warte mit neuen Käufen zunächst weiter ab.

Zumal das Portfolio schon jetzt auf gutem Weg ist, meine wichtigsten Ziele zu erreichen: eine jährliche Rendite zwischen sechs und acht Prozent sowie eine deutlich geringere Wertschwankung im Vergleich zum Gesamtmarkt.

Elf Monate nach Auflegung bewegt sich der Ertrag mit rund neuneinhalb Prozent bereits oberhalb der anvisierten Spanne. Den Benchmark-Index Stoxx 50 schlage ich nahezu durchgängig nicht nur in Phasen fallender Börsenkurse - auch in Aufwärtsbewegungen verteidigt das Depot seinen Vorsprung. Obwohl es mittlerweile ausgesprochen defensiv ausgerichtet ist.

Ohne Not gehe ich daher bis zur "Jahresbilanz" Anfang November keine neuen Risiken mehr ein.

Kommentare (3)

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Cassandra

06.10.2013, 13:40 Uhr

Langsam beginnt die Welt zu begreifen..

"Der Dollar ist unsere Währung, aber euer Problem" (John Connally)

bjarki

06.10.2013, 22:14 Uhr

"Boersianer spueren den Haushaltsnotstand". Gemeint sind Spieler, die Roulette spielen, die spueren gar nichts, ausser die Hausbank die bei 70% Depotverlust, den verbliebenen Rest verkauft, weil vorher 100% beliehen waren. Fuer diese Spezies wuenscht man sich den Totalverlust aller Assets und eine Niemalswiederauferstehung. Vielleicht funktioniert die Wirtschaft dann wieder. Die Boersianer koennten dann als Strassenkehrer fungieren und ihren eigenen Scherbenhaufen zusammenfegen. ( Die Faehigkeit dazu koennten sie haben)

HDAX

06.10.2013, 23:35 Uhr

(Spiel-)Kontoeröffnung am 11.03.2013; 10.000€;
bisher:
12Käufe (HDAX-Werte); 7 Verkäufe;
Performance: 62%

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