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30.05.2013

18:28 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Bonsai-Bäume als Anlageobjekte

Wer sein Geld investieren will, muss nicht unbedingt auf Aktien setzen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Bonsai-Baum als Anlageobjekt? Das etwas andere Investment bietet Chancen, aber keine Erfolgsgarantie.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Nicht nur ich bin auf der Suche nach neuen Anlagemöglichkeiten. Auch manch ein Börsenprofi beschäftigt sich derzeit mit ungewöhnlichen Anlageideen. So hat die WGZ-Bank sich einmal dem Thema Bonsai-Baum angenommen, den kleinen Zierbäumen, die bei guter Pflege nicht nur mehrere hundert Jahre alt werden können, sondern auch sehr wertvoll.

Insbesondere in Japan gelten Bonsai als Prestige- und Geldanlageobjekte: Je älter und ästhetischer der Miniaturbaum, desto wertvoller ist er. Preise bis zu 100.000 Euro können hier mit einzelnen Solitären, wie die individuellen Exemplare in der Fachsprache genannt werden, erzielt werden, wie die WGZ-Bank-Experten aufzeigen. In Deutschland liegen die Spitzenpreise im Vergleich bei rund 30.000 Euro.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Aber - wie immer - ist der Weg zu Reichtum steinig: Wer denkt, er könne sich im Baumarkt für wenig Geld einen Bonsai zulegen, diesen ab und an gießen oder mit der Schere bearbeiten und nach Jahren – falls das pflegeintensive Bäumchen überhaupt überlebt – einen satten Gewinn einstreichen, der irrt leider, heißt es in der Kurzstudie der WGZ Bank: Wer wirklich Aussicht auf eine Wertsteigerung haben möchte, müsse zunächst mehrere Tausend Euro in einen sogenannten Rohling investieren, den man auf speziellen Bonsai-Fachmessen wie im belgischen Laarne, dem Zentrum der europäischen Bonsai-Elite, erhält. Dieser wird dann nach Japan zu einem Bonsai-Meister verschickt, welcher mit seiner traditionellen Kunst die Weichen für ein weiteres Gedeihen legt.

Ein grüner Daumen, eine gehörige Portion gärtnerischer Sachverstand sowie jede Menge Geduld seien jedoch auch dann noch Grundvoraussetzungen für den Bonsai-Liebhaber. Und: „Eine Erfolgsgarantie gibt es nicht, denn die kleinen Abbilder der großen Natur sind zum einen sehr pflegeintensiv und zum anderen wegen ihrer kleinen Größe recht anfällig für Schädlinge und Krankheiten.“

Investitionen in Aktien, Anleihen und andere Anlageformen haben zwar auch ihre Tücken und sind zeitaufwändig - aber auf meinen grünen Daumen will ich mich auf keinen Fall verlassen. Meine Suche geht also weiter – an der Börse.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

31.05.2013, 00:14 Uhr

Jetzt haben alle Drei nichts Anlagebezogenes mehr zu schreiben. Da wird wohl bald Schluss sein...

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