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07.01.2014

20:47 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Cash-Quote verringern!

Georgios Kokologiannis hat ein klares Ziel: Mindestens sechs Prozent Rendite im Jahr. Um das zu erreichen muss er den Bargeldbestand verkleinern. Bei den anderen Autoren stehen ebenfalls wichtige Entscheidungen an.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

In den kommenden Wochen erwarte ich an den Aktienmärkten eher eine schwankungsreiche Seitwärtsbewegung als stark steigende Kurse. Selbst einen kräftigeren Rücksetzer halte ich für wesentlich wahrscheinlicher als die ungebremste Fortsetzung der jüngsten Rally.

Ein anhaltend hoher Bargeldbestand, wie ich ihn mittlerweile aufgebaut habe, wäre zwar das nervenschonendste Mittel solch eine Börsenphase zu überbrücken. Doch mein Ziel von möglichst kontinuierlichen sechs bis acht Prozent Rendite im Jahr lässt sich mit dieser Taktik kaum erreichen.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Daher werde ich die Cash-Quote verringern – und unter anderem in weitere Reverse-Bonuszertifikate investieren. Diese Produkte lohnen sich in zwei Szenarien: Wenn die Märkte nicht mehr von der Stelle kommen – oder abrutschen.

Auf die Beobachtungsliste genommen habe ich ein Reverse-Zertifikat, das die Deutsche Bank anbietet (WKN: DT0FAS). Die Funktionsweise: Sollte der Dax bis Mitte Juni zu keinem Zeitpunkt die Marke von 10500 Punkten überwinden, dann erzielt das Zertifikat einer Ertrag von 4,6 Prozent - das entspricht einer jährlichen Rendite von umgerechnet knapp zehn Prozent.

Verluste können bei dem von mir favorisierten Produkt erst entstehen, falls der deutsche Leitindex doch unerwartet schnell um über 1000 Punkte zulegt. Denn: Fällt die 10.500er-Marke, dann werden Kursgewinne des Dax in etwa spiegelbildlich zu Verlusten im Anlegerdepot umgewandelt.

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