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03.09.2013

20:51 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Charttechnik entpuppt sich als Rohrkrepierer

Die Nokia-Aktie schießt nach oben. Für das entsprechende Zertifikat im spekulativen Depot ist das keine gute Nachricht. Und der Erkenntnisgewinn von Charttechnik liegt in etwa auf dem Niveau einer Bauernregel.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Zwei Mal hatte ich beschrieben, warum das Bonuszertifikat auf Nokia (WKN: VT7ZWM) gegenüber dem Direktinvestment die bessere Wahl war. Doch nun kam alles anders. Mit dem Verkauf der Mobilfunksparte für mehr als fünf Milliarden Euro sprang die Nokia-Aktie von 2,96 auf bis zu 4,31 Euro und damit deutlich über den maximalen Rückzahlungsbetrag des Zertifikats in Höhe von 3,86 Euro. Das war der Preis für das geringere Risiko.

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Denn die 3,86 Euro hätte ich bereits erhalten, wäre die Aktie bis Ende März 2014 niemals auf die Marke von 1,95 Euro gefallen. Doch hätte und könnte sind an der Börse keine relevanten Begriffe – zum Schluss zählen nur Gewinn oder Verlust.

Die 2500 Zertifikate habe ich verkauft und freue mich über einen Gewinn von mehr als 1600 Euro in nur zehn Wochen. Denn die Jahresrendite, die ich mit dem Bonuszertifikat auf Nokia hätte erzielen können, lag nach diesem Kurssprung nur noch bei zwei Prozent. Viel zu wenig für ein spekulatives Musterdepot. Nun suche ich nach neuen Investmentchancen. Je nach Börsenlage warte ich noch ein paar Wochen ab, bevor ich kaufe.

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

03.09.2013, 21:34 Uhr

Charttechnik als Bauernregel. Warum nicht. Aber dann werden einige arbeitslos. Ich schätze mal so 15-20% bei Printmedien, Banken, Fonds, ... Handelsblatt will Arbeitsplätze abbauen. Viel Spaß dabei.

OleLakshmiMuellerSchabrunski

03.09.2013, 21:53 Uhr

Ein besoffner Affe mit einem Stift bringt eine bessere Rendite zustande.

Rudolfo

03.09.2013, 22:22 Uhr

Nutzlose Kommentare,

eine Strategie ist nicht erkennbar. Die einzige die ich hier sehe ist: Hin und her macht Taschen leer.

Den Platz für interessante Artikel einsparen und solchen Schwachsinn nicht mehr veröffentlichen

Schönen Abend noch

Rudolfo

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