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28.11.2012

19:18 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Das Geschäft mit der Weihnachtszeit

In der Zeit vor den Feiertagen wittert Amazon ein dickes Geschäft. Handelsblatt-Redakteurin Kerstin Leitel will daran mitverdienen. Sie glaubt an steigende Kurse bei Amazon während der Adventszeit.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Haben Sie schon überlegt, was Sie dieses Jahr zu Weihnachten verschenken? Einer Gfk-Studie zufolge werden vor allem Bücher, Spielwaren und Bekleidung unter dem Tannenbaum liegen. Durchschnittlich 285 Euro wollen die Deutschen für Geschenke ausgeben, neun Prozent mehr als im Vorjahr. Doch überfüllte Einkaufsstraßen, lange Schlangen an den Kassen und vor Parkhäusern schrecken nicht nur mich ab: Der Trend geht zum Online-Shoppen. Das soll auch meinem Depot Schub geben, indem ich 20 Aktien von Amazon kaufe.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Leider ist die Aktie des Online-Kaufhauses schon sehr stark gestiegen. Seit Jahresanfang ging es um 40 Prozent nach oben. Dabei waren die letzten Quartalszahlen nicht sehr berauschend, zum ersten Mal seit Jahren musste Amazon einen Nettoverlust ausweisen. Allerdings dürfte diese Enttäuschung eingepreist sein. Für das vierte Quartal hat sich das Unternehmen nun eine äußerst breite Zielspanne gesteckt: Das operative Ergebnis soll zwischen minus 490 Millionen Dollar bis plus 310 Millionen Dollar liegen. Der Start in die Weihnachtssaison verlief für Amazon offenbar gut. Vor allem die Nachfrage nach dem Tablet Kindle sei unerwartet groß gewesen, sagen US-Analysten. Aber auch die Konkurrenz will von dem Trend zum Online-Shoppen profitieren und macht Druck. Und ein weiteres Risiko für meinen Neuerwerb ist die „Fiskalklippe“ - ein Unsicherheitsfaktor, der derzeit über allen US-Aktien schwebt. Somit setze ich mit 3800 Euro nur einen relativ kleinen Teil meines Budgets aufs Spiel.

Das konservative Depot: Bitte Klicken für die Großansicht.

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Kommentare (5)

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Sapere_aude

28.11.2012, 22:38 Uhr


Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

chessler

29.11.2012, 00:44 Uhr

Es ist ja mehr oder weniger ein Experiment. Ich finde dieses Experiment gut. Jedoch bin ich schon etwas überrascht, dass alle drei Journalisten sich bei diesem Spiel in einem Learning-by-doing-prozess befinden und sich die Marktanalysen auf Meinungen anderer Analysten stützen als auf eigene Analysen.

Privatinvestor

29.11.2012, 03:20 Uhr

Das ist ja gerade die Idee dahinter, dass es keine sogenannten Analystenmeinungen sind, sondern die Meinung normaler Privatinvestoren sowie du und ich. Ich finde diese Artikel interessant weil sie zeigt wie normale Privatinvestoren denken, es ist mal etwas anderes. Wer diese Artikel überflüssig findet muss sie nicht lesen. Ich finde sie auf jednfall interessant, gerade wenn man antizyklisch handeln will. Ich war auf jedenfall geschockt also ich eine Position gekauft habe und 2 Tage danach gelesen habe, dass die selbe Position hier auch von einem Redakteur gekauft wurde. Es zeigte mir dass ich wohl auch nur gerade wie die Lemminge mit der Masse mitlaufe...

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