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19.11.2012

19:57 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Das Pulver trocken halten

Der Dax steigt wieder über 7.000 Punkte. Die drei Handelsblatt-Redakteure warten bei ihren Depots trotzdem ab. Trotz guter Nachrichten aus den USA könnte Störfeuer gleich von vielen Seiten kommen.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Wie von vielen Aktienstrategen erwartet, hat der deutsche Aktienmarkt einen guten Start in die neue Börsenwoche geschafft. Der Dax kletterte wieder über die Marke von 7.000 Punkten und machte damit einen Teil der heftigen Verluste von vergangener Woche wett.

Auch an der Wall Street ging es nach der Eröffnung kräftig nach oben, und das gab dem deutschen Aktienmarkt noch einmal Schub. In den Verhandlungen der US-Regierung über den Haushalt waren erste Fortschritte zu verzeichnen, und auch aus Griechenland gab es gute Nachrichten.

Das ausgewogene Depot: Bitte Klicken für die Großansicht.

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Ob es nun weiter nach oben geht, dürfte zunächst einmal davon abhängen, ob die Euro-Finanzminister auf ihrer Sondersitzung zur Finanzierung der weiteren Griechenlandhilfen erfolgreich sind.

Daneben stehen Daten vom US-Immobilienmarkt auf der Agenda. Für Störfeuer könnten immer noch schlechte Nachrichten aus Spanien sorgen. Zwar ist das Land zuletzt wieder etwas aus dem Blick der Marktteilnehmer gerückt, aber das heißt nicht, dass sich die Lage dort gebessert hat. Die Renditen der spanischen Staatsanleihen sind zuletzt wieder angezogen.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Es freut mich, dass der Dax – und damit auch mein Depot – sich wieder etwas erholt. Denn mit dem Markt ziehen natürlich auch meine ETFs und Aktien an. Dennoch kaufe ich jetzt erst einmal nicht nach.

Kommentare (1)

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Rolf

19.11.2012, 22:15 Uhr

in den Depots überwiegen ETF. Von ausgewiesenen Wirtschafts-journalisten hatte ich eigentlich etwas mehr Phantasie erwartet, als in ETF zu investieren. Das Emittentenrisiko wird meist ausgeblendet. Was passiert, wenn der Emittent pleite geht und er die Basiswerte des ETF gerade mal verliehen hat.

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