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14.11.2012

20:48 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Das rote Minus dominiert alle Depots

Solange der Dax sich nicht erholt, hält unsere konservative Anlegerin die Füße still. Im spekulativen Depot sorgt ein Indexfonds auf griechische Aktien für kleine Zuwächse, unterm Strich steht aber auch hier ein Minus.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung in Griechenland, die drohende Fiskalklippe in den USA und die Proteste in Europa gegen die Sparprogramme drücken die Stimmung an den Finanzmärkten. Noch immer hat es der Dax nicht geschafft, Boden gut zu machen. Zwar konnten zuletzt einzelne Titel wie etwa Infineon zulegen, doch das ist für mich noch kein Grund, weiter einzusteigen.

Infineon ist schließlich kein Wert, der in einem konservativen Portfolio einen festen Platz einnimmt. Aber dass Eon und RWE nach den heftigen Kursverlusten am Dienstag auf der Verliererseite kleben, überrascht mich schon etwas. Auch K+S hat sich noch immer nicht berappelt und fällt weiter. Aber für mich ist das umso besser: Hat sich meine Skepsis doch ausgezahlt – zumindest heute.

Das konservative Depot: Bitte Klicken für die Großansicht.

Das konservative Depot: Bitte Klicken für die Großansicht.

Skeptisch sind offenbar auch viele andere Investoren. Die Umsätze am deutschen Aktienmarkt sind nicht sehr hoch. Und auch die Wall Street schlägt keine klare Richtung ein. Am liebsten würde ich mein Restgeld auf einem Tagesgeldkonto parken, dann könnte man wenigstens eine Mini-Rendite verbuchen. Aber das geht nicht. Und so bleibe ich erst einmal auf meinem Bargeldberg sitzen und warte auf bessere Zeiten.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Kommentare (7)

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wissbegierig

15.11.2012, 00:40 Uhr

Irgendetwas mache ich im Gegensazu zu den Experten falsch, aber was? Mein Depot steht aktuell bei einem Plus von 6,44 Prozent...

pietmondrian

15.11.2012, 06:05 Uhr

Bin auch seit Jahren in Nestle drin: immer im Plus. Langweiliger Wiederkäuer, eben Schweizer Almkühe mit lila-Anzug und Albhorn vor den Rüffellöchern...

Rainer_J

15.11.2012, 08:49 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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