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18.11.2013

20:22 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Dax-Rally zwingt Anleger zum Handeln

Der Dax durchbrach zum ersten Mal die 9200-Punkte-Marke. Grund genug für Handelsblatt-Redakteur Georgios Kokologiannis die Reißleine zu ziehen. Er trennt sich von Reverse-Bonuszertifikaten.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Sollte der Dax die Marke von 9200 Punkten nachhaltig überwinden, dann verkaufe ich meine Reverse-Bonuszertifikate (WKN: TB58NW). Das hatte ich vergangene Woche angekündigt – jetzt ist es soweit.: Ich trenne mich von den Papieren, die ich im Sommer erworben hatte und realisiere einen Buchverlust von knapp 300 Euro.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Mit dieser Depotposition hatte ich darauf gesetzt, dass der deutsche Leitindex bis Weihnachten nicht die Marke von 9400 Punkten knackt – andernfalls rutschen die Produkte tief ins Minus. Was im Sommer kaum jemand für möglich hielt, ist mittlerweile mehr als wahrscheinlich geworden. Im Gegenzug hat sich das Chance-Risikoprofil der Zertifikate stark verändert: Aus einer eher defensiven Anlage ist ein spekulative Wette geworden, die nicht mehr zu meinem Portfolio passt.

Da ich trotz der aktuellen Rekordjagd an den Börsen mittelfristig einen kräftigeren Rücksetzer erwarte, kaufe ich gleichzeitig ein neues Reverse-Bonuszertifikat auf den Dax, dessen relevante Schwelle allerdings deutlich höher liegt (WKN: CB1PG5): Falls der Index bis Mitte April nicht auf 9950 Punkte steigt, erziele ich damit einen Gewinn von rund viereinhalb Prozent – das entspricht einer Rendite von zehn Prozent per annum.

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