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11.09.2013

21:02 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Dax und Depots auf Rekordjagd

Der Dax kommt im „Angstmonat“ September besser voran als erwartet. Das Allzeithoch scheint in greifbarer Nähe. Bei den Musterdepots erreicht das ausgewogene Portfolio schon jetzt neue Rekordstände.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

„Allzeithoch“ beim ausgewogenen Handelsblatt-Depot: Mit einem Plus von rund 8,9 Prozent seit Auflegung vor etwa zehn Monaten ist es jetzt erstmals mehr wert als beim bisherigen Rekordstand von Mitte Mai. Deutlich geringer erholt von der weltweiten Börsentalfahrt im Sommer hat sich im gleichen Zeitraum dagegen der Benchmark-Index der Musterportfolios: Der gesamteuropäische Leitindex Stoxx 50 liegt noch fast vier Prozentpunkte unter seinem damaligen Stand  – bevor die Spekulationen über einen Ausstieg aus der ultralockeren US-Geldpolitik begannen und für Turbulenzen sorgten.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Da ich kurzfristig neue Unruhe am Aktienmarkt erwarte, nutze ich die Gunst der Stunde und realisiere bei einem Dax-Stand von knapp 8500 Punkten weitere Buchgewinne: Ich verkaufe einen Teil meiner Bonuszertifikate auf den Dax (WKN: BN6UN0) und richte mein Portfolio damit vorübergehend etwas defensiver aus.

Ich glaube, dass die jüngsten Kursgewinne am Aktienmarkt zu einem gewichtigen Teil aus sogenannten „Short-Eindeckungen“ resultieren: Viele Investoren, die wegen des drohenden Militärschlags der USA in Syrien auf fallende Kurse gewettet hatten, wurden durch den Vermittlungsvorstoß Russlands auf dem falschen Fuß erwischt. Um ihre Verluste einzugrenzen, mussten die Börsenbären das Lager wechseln. Das hat die Kurse zusätzlich befeuert.

Doch je näher die für die weitere Entwicklung der US-Geldpolitik entscheidende Sitzung der Fed am kommenden Mittwoch rückt, desto stärker wird erneut Unruhe am Markt aufkommen. Ähnliches gilt für die Bundestagswahl am 22. September. Die Chancen stehen damit gut für niedrigere Wiedereinstiegskurse.

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