Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.10.2013

20:30 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

„Den Dax bringt nichts aus der Fassung“

Der Zwangsstillstand der Behörden in den USA lies die Börsen wider Erwarten nicht fallen, sondern steigen. Aber die nächste Entwicklung ist ungewiss. Die Handelsblatt-Redakteure reagierten unterschiedlich.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Selbst ein „Governmentshutdown“ in den USA bringt den Dax nicht aus der Fassung. Nachdem sich Demokraten und Republikaner nicht auf einen Übergangshaushalt hatten einigen können, fing am Dienstag das neue Haushaltsjahr in den USA ohne neuen Etat an. Die Folge: Hunderttausende Bundesangestellte gehen zum 1. Oktober in den Zwangsurlaub. Ein Kompromiss zwischen beiden politischen Lagern im US-Kongress ist die Voraussetzung dafür, dass die gesetzliche Schuldenobergrenze von derzeit 16,7 Billionen Dollar angehoben werden kann.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Doch trotzdem legte die deutsche Börse zu. Zwar sind die Kursgewinne nicht gerade üppig, aber das wäre angesichts der möglichen Folgen des Haushaltsstreits, dem bevorstehenden Ende der Hilfsmaßnahmen der Federal Reserve und der vorangegangenen Kursgewinne des Dax wohl auch zu viel verlangt.

Dabei gab es am Dienstag auch einen veritablen Kurssturz an der deutschen Börse zu sehen: Die Loewe-Aktie verlor ein Drittel an Wert, nachdem das Management des TV-Herstellers Insolvenz beantragen musste. Nun hofft man im fränkischen Kronach, dass bis Ende des Monats ein Investor gefunden wird. Die Börsianer sind da skeptisch - und ich bin heilfroh, dass ich die Aktie nicht in meinem Depot habe.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×