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18.11.2012

12:48 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Den Markt geschlagen - aber trotzdem verloren

Für unsere Autoren war es eine Woche zum Vergessen. Die Musterdepots haben zwar nicht so stark verloren wie der Markt, notieren aber trotzdem im Minus. Immerhin bleibt die Hoffnung auf bessere Zeiten.

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

Das war keine gute Woche für mein Musterdepot. Dass ich auch diese Woche wieder besser abgeschnitten habe als der Dax, tröstet mich kaum. Auch nicht, dass die Verluste sich in Grenzen halten. Meine Investment rutschen langsam, aber sicher immer weiter ins Minus. Mittlerweise habe ich fast 1200 Euro oder 2,2 Prozent verloren. Unterm Strich nicht so schrecklich viel, aber Gewinne einzufahren macht eben einfach mehr Spaß, als nur den Markt zu schlagen.

Einzig mein börsengehandelter Indexfonds (ETF) auf Unternehmensanleihen aus den Emerging Markets notiert noch im Plus. Immerhin etwas. Das Papier hatte ich ja ursprünglich auch als eines von vier Basisinvestments gekauft – und mit dem Gedanken, dass ein solcher Anleihe-ETF ein gewisses Maß an Ruhe ins Depot bringt.

Das spekulative Depot: Bitte Klicken für die Großansicht.

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Gekauft habe ich auch heute wieder nichts. Ich halte mein Pulver trocken. Zu unsicher ist mir die Lage. Der Konflikt im Nahen Osten, die anstehenden Haushaltsgespräche in den USA – Stichwort „fiscal cliff“ – und nicht zuletzt die europäische Schuldenkrise – die Mischung ist mir gerade zu heiß. Ich warte erst mal ein paar Tage ab.

Jessica Schwarzer

Die Redakteurin

Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.

Die Strategie

Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Natürlich sind die Probleme so schnell nicht gelöst, aber die Märkte kommen vielleicht etwas zur Ruhe. Dann schlage ich wieder zu.

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

18.11.2012, 13:30 Uhr

Geht`s nicht den meisten Portfolio-Managern mit Benchmark so ?! Deshalb sind ja auch sogenannte " Absolute Return Fonds " und Hedge-Fonds Manager klar zu bevorzugen !

Account gelöscht!

18.11.2012, 13:42 Uhr

Wenn sich der Esel zu wohl fühlt, wagt er sich an die Börse.

neo

18.11.2012, 13:45 Uhr

Tja hätte man mal aufs das eine richtige und wahre Asset in diesen Zeiten gesetzt. Gold diese Woche mit 0,8% Plus gegenüber dem Dow und 2% Plus zum Dax. Vorwoche 5,4% zum Dow.
Silber mit 1,24% und 2,4% zum Dax.
Seit Jahren übertrumpfen die Edelmetalle sämtliche Papiertiger - gleich in welcher Marktphase, aber selbsternannten Börsenexperten kann so etwas natürlich nicht auffallen.
Nun gut, es steht ja jedem frei, ob er mit unbehagen und Schweißperlen auf der Stirn zu Bette geht, oder einfach ruhig und gemütlich durchschläft.

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