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31.01.2013

19:20 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Der Börsennachwuchs bietet Chancen

Die Aktien von Börsenneulingen gelten als riskant. Eine erfolgreiche Zeichnung verspricht aber zumeist satte Gewinne, wie man am Beispiel Talanx sehen konnte. Kerstin Leitel hat bereits einen Newcomer auf dem Radar.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Die Börse bekommt mal wieder Zuwachs: Vor dem Wochenende startet die Aktie der Immobiliengesellschaft LEG in den Handel. Ich bin gespannt, ob die Hoffnungen der Investoren auf Kursgewinne begründet sind. IPO-Aktien sind riskant, denn man weiß nie, ob sich das Unternehmen im Blick der Öffentlichkeit bewährt.

Dabei meine ich nicht, dass man bei Börsenneulingen mit so katastrophalen Nachrichten wie mit denen des  Schwarzwälder Leuchtenherstellers Hess erwarten muss, dessen (ehemaligem) Management Bilanzmanipulation vorgeworfen wird. Nein, es kann auch einfach sein, dass die Börse die Perspektiven der Aktien skeptischer sieht als die Investoren, die noch vor Handelsauftakt gezeichnet haben, oder dass die Unternehmenseigentümer nach dem Börsenstart weitere Aktien verkaufen und damit den Kurs drücken.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Aber man darf auch nicht alle Börsenneulinge über einen Kamm scheren. Es gibt viele positive Beispiele für erfolgreiche Börsenneulinge – etwa Talanx. Der Aktienkurs des Versicherungskonzerns ist seit dem Handelsauftakt um rund 20 Prozent angezogen. Ich bin erst Wochen nach dem IPO eingestiegen, aber auch das hat sich noch gelohnt. Das zeigt, dass  man als konservativer Anleger nicht unbedingt auf volles Risiko gehen und auf Zeichnungsgewinne spekulieren muss. Man kann abwarten, bis sich der Staub gelegt hat. Ein gutes Unternehmen wird auch dann noch Kursgewinne bringen.

Daneben steht am Freitag wieder einmal der monatliche Arbeitsmarktbericht aus den USA an. Zuletzt waren die Nachrichten aus Amerika eher ernüchternd, und die Stimmung am Aktienmarkt ist etwas schlechter geworden. An der Zusammensetzung meines Depots werde ich deswegen aber nichts ändern.

Kommentare (1)

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OLDENDORP

31.01.2013, 20:47 Uhr

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.........BANK OF AMERICA.........
...commerzbank der amerikaner....
........................................
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5 jahres differenz..€ 31,45 - €.2.44
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bei retourn die bank mit dem grössten
potential............................
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