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27.03.2013

19:20 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Der Euro wird wieder zum Problemfall

Die Nervosität an Europas Börsen wächst. Das erkennen auch die Handelsblatt-Redakteure. Sie versuchen allerdings in der Krise einen kühlen Kopf zu bewahren und schauen schon auf die Zeit nach Ostern.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Zypern, Italien, schlechte Konjunkturdaten – kein Wunder, dass es am Mittwoch am deutschen Aktienmarkt noch einmal abwärts ging. Viele Investoren nahmen offenbar Gewinne mit. Da freue ich mich auf Ostern. Ein paar Tage ohne Handel kommen wie gerufen. Als kurzfristiger Investor hätte ich vielleicht auch verkauft, um nicht über das lange Wochenende von schlechten Nachrichten überrascht zu werden, aber als langfristiger Anleger ist das für mich keine Option.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Dem Anlass entsprechend habe ich einen kurzen Blick auf die Aktien von Lindt & Sprüngli und Nestlé geworfen. Die Aktien sind gut gelaufen. Nun trauen Analysten den Papieren nicht mehr viel zu. Bei Lindt ist die Mehrheit der Experten neutral eingestellt, bei Nestlé halten sich Kauf- und Halteempfehlungen die Waage.

Auch die Kursziele verheißen keine großen Sprünge. Ich denke, ich werde statt der Aktien lieber Osterhasen und -eier kaufen. Ob wohl viele so denken? Dann sollte man sich nächste Woche vielleicht die Aktien der Sportartikelhersteller anschauen.

Kommentare (8)

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Zahlmeister

27.03.2013, 19:47 Uhr

Man blickt weit voraus beim HB, auf die Zeit nach Ostern.
Das sind gerade mal 6 Tage. Die können bei der möglichen Dynamik der Ereignisse in der Tat ein langer Zeitraum sein.

KleinErna

27.03.2013, 19:48 Uhr

Der Euro wird wieder zum Problemfall
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Aber das kann doch gar nicht sein, der kluge Barroso in Brüssel hat doch gesagt, dass die Krise endgültig und immer vorbei ist. Und der muss es doch wohl wissen, oder etwa nicht!?

mono

27.03.2013, 19:54 Uhr

Der Euro ist tot.

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