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26.01.2014

18:56 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Der Glaube an die Rally

Zuletzt fielen die Kurse an der Börse. Doch den Handelsblatt-Strategen scheint das nichts auszumachen: Georgios Kokologiannis sieht eher günstige Einstiegschanchen und Jürgen Röder verdient gar an den sinkenden Kursen.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Der Handelstag am vergangenen Freitag könnte die lang ersehnte (kleine) Korrektur eingeleitet haben. Zunächst erwarte ich, dass bei der Marke von 9400 Punkten die ersten Investoren wieder einsteigen und für eine Zwischenerholung sorgen werden.

Hält diese Marke nicht, dürfte der deutsche Leitindex vermutlich auch auf den Widerstand bei rund 9000 Punkten treffen. Bislang sehe ich die Entwicklung am Aktienmarkt gelassen und sehe eher günstige Einstiegschancen.

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Entscheidender ist meiner Ansicht nach für die weitere Entwicklung des Aktienmarktes aber die 200-Tage-Durchschnittslinie, die derzeit noch steil ansteigt und bei 8500 Zählern notiert. Erst wenn diese Linie nachhaltig durchbrochen werden sollte, mache ich mir Gedanken, ob die seit Ende 2011 andauernde Rally ein Ende findet.

Doch daran glaube ich nicht: Spätestens dann werden schon die Notenbanken wieder mit neuen Programmen den Markt wieder in Schwung bringen.

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