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26.08.2013

19:31 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

„Der Markt bewegt sich in einer Art Dilemma“

Es sind viele Faktoren, die den Handel an den Börsen lähmen. Alle zusammen machen eine Anlageentscheidung schwer. Die sich zuspitzende Lage in Syrien lässt Kerstin Leitel vorsichtiger werden. Sie erwägt Gewinnmitnahmen.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Welche Nachricht weckt den Dax aus dem Sommerschlaf? Eine könnte die sich möglicherweise noch weiter zuspitzende Situation in Syrien sein. Denn mit zunehmender Wahrscheinlichkeit, dass die USA und Großbritannien militärisch in den Bürgerkrieg eingreifen, dürfte der deutsche Leitindex schwächer notieren. Oder wird wieder wie in den vergangenen Monaten die US-Notenbank mit ihrer Geldpolitik die weitere Richtung bestimmen und die Kurse erneut nach oben treiben?

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Vontobel-Chefstratege Andreas Nigg hat die Lage an den Börsen gut zusammengefasst. Der Markt bewege sich derzeit in einer Art Dilemma, sagte er. Einerseits werde Fortschritt bei der Konjunkturentwicklung gewünscht, aber wenn es zu schnell gehe, rücke die Rücknahme der geldpolitischen Lockerungen wieder in das Blickfeld.

 Insgesamt hält sich das deutsche Börsenbarometer in dem als schwachen Börsenmonat bekannten August aber noch sehr gut. Bei Kursen um die 8400 Zählern gilt der Börsianer-Blick eher in Richtung Allzeithoch – eine (größere) Korrektur ist derzeit (noch) nicht in Sicht.

Kommentare (2)

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Cassandra

26.08.2013, 19:57 Uhr

Die Schwellenländer und der Zerfall rund im die Peripherie Europas läutet den letzten Akt dieser Draghödie ein, bis zum finalen Minsky Moment der Zombiebanken mit ihrem draghischen Schuldgeld.

OleLakshmiMuellerSchabrunski

26.08.2013, 20:42 Uhr

Immer wieder köstlich die Drei.

Weiter so!

MUAHAHAHA

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