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25.03.2013

19:14 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

„Der Versuch cool zu sein gelingt nicht“

Die Erwartungen an das neue Blackberry waren groß. Doch seit dem Start vor einem Monat hat das neue Modell bisher nur enttäuscht. Für Frank Wiebe steht fest: Blackberry sollte selbst einen neuen Trend durchzusetzen.

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent. Jens Dietrich

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent.

„Das was fällt, das soll man auch noch stoßen.“ Ich weiß nicht wie viele Analysten dieses Zitat von Nietzsche kennen – aber eine Menge von ihnen halten sich daran. So haben am Montag die Aktienexperten von Goldman Sachs Blackberry zurückgestuft. Die Aktie war am Freitag schon gefallen, die Rückstufung setzte sie zusätzlich unter Druck.

Die kanadische Firma hatte am Freitag den Verkauf eines neuen Modells in den USA gestartet. Und dabei verlief der „Schlangen-vor-den-Geschäften-Test“ nicht besonders gut. Es gab keinen vergleichbaren Andrang wie bei der Markteinführung von Apple-Produkten. Ob das wirklich so viel über den längerfristigen Erfolg aussagt, sei dahin gestellt. Aber der Versuch, cool zu sein, gelingt im Moment offenbar allenfalls noch Samsung. Ein Glück, dass ich diese Aktie im Depot habe.

Frank Wiebe

Der Redakteur

Mit Finanzthemen beschäftige ich mich seit mehr als 30 Jahren - lange Jahre von Deutschland aus, seit November 2012 von New York aus. Vor meiner Zeit als Journalist habe ich einige Jahre in einer großen Bank gearbeitet und war dort auch an Aktienemissionen beteiligt.

Die Strategie

Chancenorientiert heißt für mich vor allem, die Chancen von Unternehmen zu nutzen. Ich kaufe daher in erster Linie Aktien mit einer langfristigen Perspektive. Dazu kommen auch Anleihen, um die Risiken besser zu verteilen. Ich werde eher direkt einzelne Papiere kaufen als indirekt über Fonds und Zertifikate zu gehen, weil das einfacher nachzuvollziehen ist und damit die Transparenz erhöht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Ein Problem bei Blackberry ist wohl auch, dass die Firma einen neuen Hoffnungsträger präsentiert, der allzu deutlich eine Art I-Phone sein will und kein Blackberry mehr. Denn mit der Firma Blackberry verbindet man nun einmal eine solide Tastatur - und es gibt durchaus Nutzer, die genau das haben wollen. Das neue Modell verzichtet darauf. Dafür soll es bald ein zweites Modell neu geben, das wieder eher wie ein richtiger Blackberry aussieht.

Die Kanadier stecken da schon in einer Zwickmühle. Es zeigt sich: Entweder man imitiert sehr schnell einen Trend, mit dem andere erfolgreich sind, um noch ein bisschen von den anfänglich hohen Margen abzugreifen. Oder man lässt es bleiben und versucht selbst einen neuen Trend durchzusetzen. Aber der Mittelweg - erst nicht reagieren und dann zu spät hinterher laufen - bringt keine ordentlichen Gewinne. Vielleicht muss Blackberry einen Weg finden, den Käufern klarzumachen, dass Blackberry Blackberry bleibt und dass das eigentlich viel cooler professioneller ist als mit einem I-Phone herumzulaufen, das mittlerweile fast jeder hat. Keine leichte Aufgabe.

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

25.03.2013, 21:37 Uhr

„Der Versuch cool zu sein gelingt nicht"

ja bitte, dann versuche SIE es auch erst gar nicht mit diesen Artikeln...

wann verstehen Sie das denn endlich, dass keiner IHRE tipps/strategien etc. braucht noch will??

klartext

25.03.2013, 22:00 Uhr

@Dummerchen Bimmelbammel-Bob

Deine dämlichen Kommentare braucht hier niemand. Wann verstehst du das endlich?

heinzhupe

25.03.2013, 22:47 Uhr

Vorab: Dein Versuch, mit deiner Toupetfrisur hier cool zu sein, gelingt hier aber auch nicht.
Dennoch; der Artikel bringt es auf den Punkt: BBRY hat's schwer.
Ich hoffe, dass BBRY es dennoch schafft, wieder im Markt mitzumischen.
Die Geräte sind und bleiben cool.

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