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01.09.2013

13:20 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Die Angst vor dem September

Vor dem neunten Monat im Jahr graut es den Anlegern. In der Vergangenheit gab es häufig Verluste. Jetzt droht ein Angriff auf Syrien und eine Strategieänderung der Notenbanken. Wie die Handelsblatt-Redakteure reagieren.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Der Wochenstart dürfte eher ruhig verlaufen: Die amerikanischen Investoren haben am Montag frei. Im Laufe der Woche werden dann aber zahlreiche Konjunkturzahlen veröffentlicht. Das Highlight steht mit dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag auf der Tagesordnung.

Weil die US-Notenbank sich bei ihrer Planung der Geldpolitik an den Entwicklungen am Arbeitsmarkt orientiert, kommen diesen Daten aktuell eine noch größere Bedeutung als sonst zu. Auch die amerikanischen Einkaufsmanagerindizes für die Industrie und Dienstleistungssektor vom August, die am Dienstag und Donnerstag veröffentlicht werden, werden sicher genau analysiert.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Zudem tagt am Donnerstag die EZB und wird wohl aktuelle Einschätzungen zur Wirtschaftslage in der Eurozone bekannt geben. Zugleich beginnt der G20-Gipfel in St. Petersburg.

Es sind also viele Nachrichten zu erwarten – allerdings sind Börsianer skeptisch, dass sie dem Dax guttun werden. Es wäre keine große Überraschung, wenn der Aktienmarkt weiter abrutscht, meinen die Analysten der LBBW.

Sie verweisen zur Begründung auf die Syrien-Krise, die schon in der vergangenen Woche für fallende Aktienkurse sorgte und den Dax um über drei Prozent ins Minus drückte. Der LBBW zufolge besteht daher keine Eile, jetzt am Aktienmarkt einzusteigen, „zum Auftakt des historisch ohnehin performanceschwachen Septembers“. Das klingt so, als würden die nächsten Wochen nicht leicht werden für Aktieninvestoren.

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