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08.01.2013

19:46 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Die Angst vor den Zahlen dominiert

Vor dem Start der US-Berichtssaison wagen sich die Börsianer nicht aus der Deckung. Auch unsere Musteranleger verzichteten auf Zukäufe. Einer unserer drei Autoren wittert aber bereits wieder bessere Zeiten.

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent. Jens Dietrich

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent.

An der Wall Street war am Dienstag die Angst vor den Zahlen zu spüren. Nachdem die Kurse trotz schwieriger politischer Begleitumstände einige Wochen doch rechtlich deutlich gestiegen sind, bekommen die Anleger offenbar kalte Füße.

Wenn in den nächsten Tagen die Firmen ihre neuesten Ergebnisse auf den Tisch legen, könnte es Enttäuschungen geben. Da will niemand auf dem falschen Fuß erwischt werden. Und oft genug fallen die Kurse sogar trotz guter Zahlen – weil die Anleger noch mehr erwartet haben, oder wie die Firmen sich allzu vorsichtig in ihren Ausblicken äußern. Jedenfalls zeigt sich, dass die Erholung nach der vorläufigen Einigung über die Finanzpolitik in Washington nur von kurzer Dauer war.

Zum Vergrößern bitte anklicken.

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Ich glaube, dass die Kurse aber nicht allzu weit durchsacken werden. Sie brauchen jetzt wieder etwas Tuchfühlung mit der Realität. Danach werden sich aber die freundlicheren Tendenzen wieder durchsetzen. Schließlich zeigen sowohl der Arbeitsmarkt der USA als auch der Immobilienmarkt positive Tendenzen. Gegen Ende Februar wird es aber nochmal schwierig, weil dann wieder über Finanzpolitik gestritten wird. Nachdem diese zweite Klippe ebenfalls umschifft ist, dürfen wir auf einen freundlichen Frühling hoffen.

Frank Wiebe

Der Redakteur

Mit Finanzthemen beschäftige ich mich seit mehr als 30 Jahren - lange Jahre von Deutschland aus, seit November 2012 von New York aus. Vor meiner Zeit als Journalist habe ich einige Jahre in einer großen Bank gearbeitet und war dort auch an Aktienemissionen beteiligt.

Die Strategie

Chancenorientiert heißt für mich vor allem, die Chancen von Unternehmen zu nutzen. Ich kaufe daher in erster Linie Aktien mit einer langfristigen Perspektive. Dazu kommen auch Anleihen, um die Risiken besser zu verteilen. Ich werde eher direkt einzelne Papiere kaufen als indirekt über Fonds und Zertifikate zu gehen, weil das einfacher nachzuvollziehen ist und damit die Transparenz erhöht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Kommentare (1)

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mark

14.01.2013, 13:28 Uhr

Was mir fehlt sind die Begründungen für etwas oder wieder etwas, natürlich ist z.B. Solarworld eine Zockeraktie, aber man könnte ja mal im Kommentar auch darauf wieso die Aktie nichts mehr taugt. Bei mir schwankt immer die Ahnung mit hier wird in den Musterdepots viel nach der Methode Bauchgefühl entschieden. Auch z.B. der letzte Kommentar zur Apple Aktie verkaufen oder drin lassen... stellen Sie sich überhaupt selbst die Fragen: wieso haben ich die Aktie gekauft? Wieso fällt momentan die Aktie? Was sind meine Stopp Losses? Da könnte man z.B. schreiben das die Hedge Fonds die Aktie abstoßen und umschlichten, das dieselben Hedgefonds deswegen Shorten und das die selben Hedgefonds darauf wetten das am 18. die Call Scheine verfallen und deswegen alles tun werden den Kurs von Apple bis dato unten zu halten. Aber nichts... als wenn das alles reinstes Roulettzocken wäre, keine Strategie, keine Erklärungen, absolut null nur Gefühlszustände... das erweckt kein Vertrauen ehrlich gesagt.

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