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20.11.2013

20:39 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Die Angst vor einer Korrektur wächst

Großinvestoren warnen vor einem deutlichen Rückgang der Aktienmärkte. Die Deutsche Bank bläst mittlerweile genau ins gleiche Horn. Auch unsere Redakteure werden Misstrauischer. Für Verkäufe ist es ihnen dennoch zu früh.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Eine Analyse der Deutschen Bank hat am Aktienmarkt für Unruhe gesorgt. Die Aktienstrategen aus Frankfurt erwarten einer aktuellen Studie zufolge einen Rückgang des Dax auf 8400 Punkte zum Jahresende. Das entspricht einem Rückgang von über acht Prozent. Rückgang von acht Prozent? Viele Börsianer rechnen mit steigenden Kursen, die Jahreshöchstkurse seien noch nicht erreicht, heißt es vielerorts.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Gut, dass es für einen langfristigen Investor egal sein kann, wo der Index zu einem Stichtag notiert - letztlich kommt es darauf an, wie es langfristig weitergeht. Und da sind sich die Börsianer wieder einig: Der Dax wird weiter steigen. Vielleicht nicht so schnell wie seit Jahresanfang (der deutsche Index hat seit Januar 20 Prozent gewonnen), aber das ist vielleicht auch zu viel verlangt.

Die Analysten der Deutschen Bank übrigens rechnen für 2014 ebenfalls mit höheren Kursen: „Bis Ende 2014 dürfte der Dax mit der Erholung der Weltwirtschaft mit seiner Trendwachstumsrate zulegen und auf 9700 Punkte steigen“, sagen sie. Was dazwischen passiert? Wer weiß…

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