Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.06.2013

19:27 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Die Börse in Athen wird zum Casino

Die Lage in Griechenland spitzt sich wieder zu. Selbst für spekulativ orientierte Anleger wie Jürgen Röder wird die Lage zu heiß. Kerstin Leitels konservatives Depot leidet unterdessen unter schwachen VW-Aktien.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Gerade haben meine VW-Aktien wieder etwas Boden gutgemacht, da kommt ein neuer Rückschlag: Am Dienstag zählte das Papier mit einem Minus von über zwei Prozent zu den größten Verlierern am Frankfurter Aktienmarkt. Der Autokonzern hatte in der Nacht zu Mittwoch eine Pflichtwandelanleihe ausgegeben. Diese entspricht in ihren Ausstattungsmerkmalen der am 9. November begebenen Pflicht-Wandelanleihe mit einem Kupon von 5,5 Prozent sowie einer Laufzeit bis zum 9. November 2015 und wird zum Ausgabepreis von 105,64 Prozent des Nennbetrages begeben.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Wenn die Anleihe 2015 fällig wird, bekommen die Investoren also nicht ihr Geld zurück, sondern neue VW-Aktien. Das ist natürlich keine gute Nachricht für diejenigen, die bereits VW-Aktien haben, weil die Gewinne unter mehr Anteilseignern aufgeteilt werden müssen.

Da bleibt nur zu hoffen, dass das VW-Management das eingenommene Geld— 1,2 Milliarden Euro — sinnvoll einsetzt. Die Pläne klingen zumindest gut: Es soll  „die Kapitalausstattung gestärkt und weiteres Wachstum finanziert werden - auch im Bereich der Finanzdienstleistungen - unter Beibehaltung der vorteilhaften Liquiditätsposition und des im Wettbewerbsvergleich positiven Ratings.“

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

12.06.2013, 19:38 Uhr

Aha, und die übrigen Börsen der Welt sind also solide geregelte Handelsplätze???

Account gelöscht!

12.06.2013, 19:41 Uhr

morgen steigt der DAX wieder, das ist doch eure Hauptsache hier ! Vermögen aufbauen auf andere ihre Knochen !

Account gelöscht!

12.06.2013, 19:56 Uhr

Als wären die anderen Börsen keine Casinos

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×