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27.11.2012

19:16 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Die Börse läuft nicht weg

Trotz der vereinbarten weiteren Hilfen für Griechenland hat sich auch heute keiner der Handelsblatt-Redakteure aus der Deckung gewagt. Genau wie viele andere Anleger warten auch sie weiter auf klare Kaufsignale.

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

Nach den Griechenland-Hilfen ist vor dem Schuldenschnitt? Man könnte es fast meinen. Zwar sind die Börsianer hierzulande erleichtert, dass es endlich eine Einigung auf neue Hilfen für das angeschlagene Griechenland gibt. Doch die Spekulationen darüber, dass es eines neuen Schuldenschnitts bedarf, reißen nicht ab. Nichts desto trotz ging es mit den Kursen an der Frankfurter Börse erst mal aufwärts, vor allem Bankwerte legten zu. Und mit ihnen die Commerzbank-Aktien in meinem Musterdepot. Mittlerweile habe ich sogar schon einen Minigewinn verbucht.

Weniger gut wurden die neuen Milliardenhilfen allerdings im krisengeplagten Athen aufgenommen. Ein klassisches „sell on good news“ oder einfach nur Gewinnmitnahmen? Wie auch immer, mein ETF auf den Athex 20 ist nur leicht im Minus.

Jessica Schwarzer

Die Redakteurin

Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.

Die Strategie

Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Insgesamt überwiegen an diesem Börsentag die grünen Vorzeichen in meinem Depot. Die Verluste schmelzen dahin. Gut so! Ich kaufe auch heute noch nichts zu, sondern schaue mir die Gemengelage an der Börse genau an.

Auch wenn Griechenland erst mal wieder gerettet ist, droht noch immer Ungemach aus den USA. Der Haushaltsstreit zwischen Demokraten und Republikanern ist noch immer nicht gelöst. Die Suche nach einem Kompromiss zur Beilegung des Budgetkonflikts in den USA kommt bislang nur schleppend voran. Ich warte auf eine Einigung oder doch zumindest auf positive Signale, bevor ich weiter investiere.

Kommentare (1)

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27.11.2012, 21:10 Uhr

Mit dieser Depotmischung werden Sie schwerlich reich werden.

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