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15.03.2013

17:22 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Die Dividende ist ein schwacher Trost

Ein Kurseinbruch kann ein guter Moment zum Einstieg sein. Doch was wenn die Aktie dann noch weiter fällt? Jessica Schwarzer fragt sich dies bei der Eon-Aktie. Verführerisch ist die hohe Dividende. Doch reicht das?

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

Ich frage mich wieder einmal, ob ich mit meinem Eon-Engagement noch glücklich werde. Am Freitag haben die Analysten von Kepler das Kursziel für die nächsten zwölf Monate auf 13 Euro gesenkt, das entspricht in etwa dem aktuellen Wert. Und die 13 Euro auf Sicht von zwölf Monaten entsprechen auch dem durchschnittlichen Kursziel aller Analysten, die die Aktie laut Bloomberg beobachten.

Jessica Schwarzer

Die Redakteurin

Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.

Die Strategie

Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Gekauft hatte ich die Aktie vor gut vier Monaten zu 14,99 Euro – nachdem der Kurs um bis zu zehn Prozent eingebrochen war. Damals hatte der Konzern die Gewinnprognose kassiert und die Dividende in Frage gestellt. Dieser extreme Gewinneinbruch lockte mich damals für mein spekulativ ausgerichtetes Depot an.

Im abgelaufenen Jahr hat Deutschlands größter Energiekonzern immerhin wieder schwarze Zahlen geschrieben und die Dividende sogar um zehn Cent auf 1,10 Euro je Aktie erhöht. Das macht für das laufende Jahr eine Dividendenrendite von extrem hohen 8,5 Prozent. Trotzdem ist das nur ein schwacher Trost.

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