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28.10.2013

19:00 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Die Fed hat es mal wieder in der Hand

Die meisten Experten erwarten, dass die Federal Reserve die Wirtschaft weiter mit Konjunkturspritzen aufpäppelt. Doch was ist, wenn sich die US-Notenbank die Entscheidung für den Tapering-Beginn im Dezember offenlässt?

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Am Mittwoch könnte meiner Meinung nach eine Vorentscheidung fallen, welche Richtung die Börsen kurzfristig einschlagen. Die US-Währungshüter um Fed-Chef Ben Bernanke werden an diesem Tag ihren weiteren geldpolitischen Kurs abstecken und vermutlich die Wirtschaft weiter mit Konjunkturspritzen im Volumen von 85 Milliarden Dollar aufpäppeln.

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Das erwarten zumindest die meisten Experten. Sie glauben daran, dass die US-Notenbank mit dem sogenannten Tapering, dem Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik, erst im ersten Quartal 2014 beginnt. Denn wenn die Fed an den Ankäufen von Wertpapieren in vollem Umfang festhält, wird der Geldsegen die Kauflaune an der Wall Street und Aktienmärkten in Übersee beflügeln: Auch der Dax könnte auf Rekordkurs bleiben.

Doch was passiert, wenn die US-Notenbank sich das Tor für den Tapering-Beginn im Dezember offenlässt? Dann würden die Kurse zumindest kurzfristig fallen. Ich bin sehr gespannt, was die US-Notenbanker nach der Sitzung veröffentlichen.

Kommentare (1)

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inversionista

29.10.2013, 07:52 Uhr

Hallo Frau Leitel,

erstmal ein Kompliment. 10% mit einem konservativen Depot ist eine stolze Leistung.

Eine Frage - warum sichern Sie Ihre Gewinne nicht durch einen Put Optionsschein ab z.B. bis Juni oder Dez 2014? Diese sind aktuell günstig zu haben und Sie würden Ihre aktuellen Gewinne "versichern".

Ihnen weiterhin viel Erfolg!

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