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01.05.2013

16:01 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Die Geldmaschine gerät ins Stottern

Seit Jahren kennt die Kurve von Fresenius nur eine Richtung: nach oben. Doch nach dem Gewinneinbruch der amerikanischen Tochter befürchten viele Anleger ein Ende des Höhenflugs. Droht jetzt der große Kursrücksetzer?

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Ein Klassiker für mein konservatives Depot wären eigentlich die Aktien von Fresenius. Gesundheit ist schließlich ein wenig zyklisches Geschäft und 20 Jahre in Folge hat der Konzern seine Dividende erhöht. Doch mir war die Aktie bislang zu teuer. Am Dienstag hat sich an den Quartalszahlen aber gezeigt, dass auch das Gesundheitsbusiness nicht frei von Schwankungen ist.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Fresenius selbst verdiente zwar im vergangenen Jahr mehr, aber die auf Dialyse spezialisierte Tochter Fresenius Medical Care (FMC) musste zuletzt einen Rückgang verbuchen und schockte Anleger mit einer Gewinnwarnung. FMC spürt vor allem Gegenwind in den USA, weil es dort seit Jahresbeginn eine Steuer auf medizinische Geräte gib. Und da FMC 29 Prozent ihres Gewinnes beim Mutterkonzern abliefert setzt das auch die die Fresenius-Aktie unter Druck.

Im Prinzip finde ich die Fresenius-Aktie zwar trotzdem ein interessantes Investment. Mit knapp 95 Euro notiert sie aber weiter nahe ihres Allzeithochs und ist mir immer noch zu teuer. Unter den Analysten teilen allerdings nur die wenigsten meine Einschätzung. Von den 33 Bankern, die die Aktie beobachten raten nach Angaben des Informationsdienstes Bloomberg 20 zum Kauf. Doch das stört mich nicht.

Kommentare (10)

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Account gelöscht!

01.05.2013, 16:54 Uhr

Aufhören!!!!
mit dem Geqaurke und den nachträglichen Erklärungen.
Es ist viel einfacher als man gemeinhin denkt:
Die Anleger werden mittels eines düsteren Szenarios auf die Short-Seite gelockt und die Steuermänner lenken genau anders herum, um deren Kohle abzugreifen.
Und wieder die Feststellung: Gezocke auf Kosten des Staates und der Mittel-Anleger - die schlauen Kleinanleger sind Gott-sei-Dank so schlau, nicht in diese profit-gesteuerten Märkte zu gehen.
Bevor der Staat erkannt hat, dass bei der Mittelschicht was zu holen ist, waren die cleveren Großbanker schon längst am Start und nun zocken sie tagtäglich mit ihren wunderbaren Finanzprodukten, mit den von ihnen gesteuerten Analysten und sogenannten "Charttechniken", die vorgeben, die Bewegung im Voraus sehen zu können, ab ohne jegliches Ende.
Und die klugen Charttechniker und solche, die es gerne sein möchten wundern sich Tag für Tag aufs Neue.
Die Erkenntnis, dass man Zukunft nicht voraussehen kann hat sich bei Ihnen noch nicht durchgesetzt.
Schlimmer: Die Erkenntnis, dass die Großen sie erst mit den beschriebenen Mitteln in die Märkte locken, um dannn jedesmal das genaue Gegenteil dessen, was sie per Nachrichten gestreut haben, zu betreiben, leider auh nicht.
Und so analysieren sie denn fleißigst weiter ihre Charts und wundern sich, dass die Dojis, die Kerzen, die Pivots und was sonst noch alles von dem, was die interessierten Kreise ihnen beigebracht haben, auch heute wieder nicht stimmen.
Ein breites Grinsen von mir!

Arbeiterkind

01.05.2013, 18:20 Uhr

@Bob

Das heißt Sie sind aus den beschriebenen Gründen komplett gegen den Aktienmarkt?

Was ist denn die Alternative im aktuellen Zinsumfeld für einen Anleger, der sein Geld 20 bis 30 Jahre lang für sich arbeiten lassen möchte?

Reinigungskraft

01.05.2013, 18:51 Uhr

Hallo Frau Schwarzer,

machen Sie sich am besten einen Screenshot Ihres virtuellen Depots. Es wird bald tiefrot...

Ausser Sie bekommen vorher wieder schnell nen Tipp zu verkaufen, gell?

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