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16.09.2013

07:47 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Die nächsten Tage werden spannend

Nach Bayern rückt nun die Bundestagswahl in den Fokus der Anleger. Doch für die langfristige Kursentwicklung ist davon wenig zu erwarten. Die entscheidenden Trend für die Dax-Konzerne werden im Ausland gesetzt.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Das wichtigste Ereignis in dieser Woche ist sicherlich die Sitzung der US-Notenbank. Denn zu diesem Anlass könnte die Federal Reserve die Entscheidung treffen, ihre expansive Geldpolitik zurückzufahren, wie viele Analysten meinen.

„Die Finanzmärkte haben sich bereits darauf eingestellt, dass die Fed ihren expansiven Kurs irgendwann ändert“, schreiben dazu die Experten der Commerzbank. „Die Marktteilnehmer fokussieren nicht mehr auf die Modalitäten des Ausstiegs aus den Anleihenkäufen, sondern auf die erste Zinserhöhung.“ 

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Wenn die Neuigkeiten aus Washington verarbeitet sind, dürfte die Bundestagswahl  in den Blick der Börsianer rücken. Doch „wer die langfristige Entwicklung des deutschen Leitindex Dax betrachtet, stellt fest, dass Wahlergebnisse in der Vergangenheit weder außergewöhnlich positive noch negative Einflüsse auf die weitere Kursentwicklung hatten“, meint Wolfgang Köbler von der KSW Vermögensverwaltung.

Größere marktwirtschaftliche Impulse seien auch in diesem Jahr von keiner der möglichen Parteien zu erwarten, meint er. Zudem seien die deutsche Aktiengesellschaften global verflochten, „die entscheidenden Trends werden im Ausland gesetzt“.

Aber: Spannend werden die nächsten Tage trotzdem.

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