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03.04.2013

19:26 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Die Notenbanken sollen es wieder richten

Über Zypern redet keiner mehr, auch die Handelsblatt-Redakteure schauen schon nach vorn. Sie warten mit Spannung auf die Notenbanksitzungen in Europa und Japan. Von den Zentralbanken erhoffen sie sich neue Impulse.

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

Geht Europas Aktienmärkten etwa die Puste aus? Der Dax verteidigte am Mittwoch mal mehr und mal weniger erfolgreich seine Vortagesgewinne, der Euro Stoxx 50 notierte etwas tiefer im Minus, die Wall Street eröffnete ebenfalls verhalten.

Orientierungslosigkeit würde sich breit machen, war vom Parkett zu hören. Die noch immer schwelende Euro-Krise, dazu noch enttäuschende Daten vom US-Arbeitsmarkt - da hielten Börsianer ihr Pulver wohl lieber trocken.

Jessica Schwarzer

Die Redakteurin

Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.

Die Strategie

Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Spannend wird es wohl erst wieder am Donnerstag, dem Tag der Notenbanken. Mit Spannung wird bereits auf die Sitzungen der Währungshüter, vor allem die in Japan, geschaut. Es wird spekuliert, dass die neue Führung der Bank of Japan rasch weitere Lockerungen vornehmen wird. In Europa richtet sich die Aufmerksamkeit zunehmend auf die Europäische Zentralbank (EZB), die ebenfalls über den Leitzins entscheiden wird.

Auch wenn nicht wirklich mit einer Zinsänderung zu rechnen ist, werden die Börsianer wieder an den Lippen von Mario Draghi hängen. Vielleicht gibt es dann auch neue Impulse für die Märkte.

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