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22.10.2013

21:09 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

„Die Rally nährt die Rally“

Die Aktienmärkten scheinen unendlich hoch steigen zu können. Davon profitieren auch die Depots der Handelsblatt-Redakteure. Allerdings wird die Hausse des Deutschen Aktienindex so manchem unheimlich.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Über achthundert Punkte hat der Dax seit Anfang September zugelegt. Ermüdungserscheinungen oder gar Nervosität bei den Investoren? Ein Blick auf den Chart zeigt: Fehlanzeige. Jedes neu eroberte Kursplateau wird unerbittlich verteidigt, Konsolidierungsansätze meist im Keim erstickt. Die Rally nährt die Rally. So skeptisch Anleger Anfang des Jahres bei deutlich niedrigeren Kursen waren, so grundentspannt und sorgenfrei zeigen sie sich momentan.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Das unterstreicht auch eine aktuelle Umfrage des  Fondsanbieters JP Morgan Asset Management: Demnach trauen Privatinvestoren Aktien deutscher Unternehmen weitere Kurssteigerungen zu. Über 42 Prozent der Anleger überzeugt, dass sich der deutsche Aktienmarkt in den kommenden sechs Monaten positiv entwickeln wird.

Doch wenn es in diese Tempo weiter geht, dann notiert der Dax spätestens nach dem Jahreswechsel fünfstellig - bei über  10.000 Punkten. Fehlende Investmentmöglichkeiten hin, expansive Geldpolitik her: Wenn eine immer größer werdende Anlegergruppe anfängt zu glauben, auf einen genauso alternativlosen wie renditeträchtigen Markt zu setzen, dann wird es allmählich gefährlich.

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