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18.02.2014

19:21 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Die Sehnsucht nach den 10.000 Punkten

Der Dax befindet sich auf einem Höhenflug, doch wirklich berechtigt ist er nicht. Das wissen auch die Autoren. Sie stellen sich auf Gewinnmitnahmen ein. Die 10.000 Punkte scheinen nicht mehr als eine Sehnsucht zu sein.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Im Nachhinein kam uns die jüngste Aktienmarktschwäche sehr entgegen. Mittlerweile haben wir 80 Prozent unseres Kapitals investiert. Aufgrund unserer positiven Aktienmarkteinschätzung legen wir hier derzeit unseren Investmentfokus. Die aktuelle Aktienquote beträgt etwa 70 Prozent, in Anleihen sind 10 Prozent investiert. In den nächsten Wochen geht es darum, die ETF-Aktienpositionen zu Gunsten von Einzelaktien zu tauschen. Hier warten wir auf Opportunitäten im Rahmen der aktuellen Berichtssaison. Sollten Unternehmen, die unseren Qualitätsmaßstäben grundsätzlich genügen, für das vierte Quartal weniger gut berichten als erwartet, prüfen wir Zukäufe. Im Bereich der Anleihen sind die Möglichkeiten dagegen eher rar gesät. Sollten hier interessante Neuemissionen anstehen, werden wir die Anleihenquote auf etwa 20 bis 25 Prozent anheben.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Mit dem britisch/australischem Unternehmen Rio Tinto haben wir begonnen im Bereich der Grundstoffe eine erste Position aufzubauen. Der Sektor scheint nach einer mehrjährigen Talfahrt den unteren Wendepunkt vollzogen zu haben. In den vergangenen Jahren haben die Unternehmen ihre Investitionen deutlich zurückgefahren und hohe Abschreibungen auf bestehende Minen vorgenommen.

Wir gehen davon aus, dass mit diesen Maßnahmen die notwendigen Anpassungen nach der Rohstoff-Hausse zu Beginn des neuen Jahrhunderts größtenteils vollzogen sind. Auch Rio Tinto hat seine Kapazitäten in den vergangenen Jahren angepasst. Die Prognosen des Rio Vorstands für 2014 sind sehr verhalten und bieten aus unserer Sicht Überraschungspotential. Mit unserem konstruktiven Szenario für die Weltwirtschaft gehen wir von einer Erholung der Rohstoffpreise und damit auch des gesamten Sektors aus.

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