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08.04.2013

20:47 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

„Die Spannung steigt"

Die Berichtsaison steht vor der Tür. Für unsere konservative Anlegerin beginnt somit die wichtigste Phase des Jahres. Eine ordentliche Dividende könnte ihrem Depot schließlich wieder auf die Sprünge helfen.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Im Radio wurde für die kommenden Tage eine „grüne Explosion“ vorhergesagt. Das galt zwar nicht für den Aktienmarkt, sondern für das Wetter. An der Börse war die Stimmung zu Wochenbeginn aber auch schon etwas besser. „Der Frühling ist nicht mehr aufzuhalten“, schreibt so auch LBBW-Analyst Wolfgang Albrecht. Nicht nur wegen des erwarteten Wetteraufschwungs, auch „für viele Aktionäre beginnt die schönste Zeit des Jahres“: Denn mit dem Aktionärstreffen der Daimler AG am Mittwoch startet die heiße Phase der Hauptversammlungssaison.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Auch ich freue mich – schließlich habe ich bei der Zusammenstellung meines Depots auch auf eine ordentliche Dividende geachtet. Kurzfristig aber werden wohl die in der Nacht zu Dienstag veröffentlichten Zahlen von Alcoa die Richtung vorgeben. Allzu optimistisch sind die Börsianer allerdings nicht.

Für den Gesamtmarkt rechnen die Analysten laut LBBW im Konsens mit einem Gewinnrückgang gegenüber dem 4. Quartal 2012 um 2,4 Prozent.

Schwache Erwartungen waren jedoch häufig kein schlechtes Omen, heißt es weiter: Das Muster der jüngeren Vergangenheit spreche klar dafür, dass die führenden US-Unternehmen mit den Zahlen zum 1. Quartal 2013 erneut die Erwartungen übertreffen werden.

Kommentare (3)

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Analyst

08.04.2013, 22:02 Uhr

Was Frau Schwarzer da von sich gibt, darf man da noch einen Artikel von Ihr ernst nehmen? Keine einzige selbstständige Analyse...

ArthurDent

09.04.2013, 00:44 Uhr

Enttäuschend.

Für einen Einsatz von 2% wird "jede Mini-Bewegung" verfolgt. Die geistige Kapazität, die dadurch benötigt wird, wäre besser investiert für wichtige Entscheidungen. Und wenn dann alles gut gegangen sein sollte mit der "heißen Wette", sind ganze 200,- auf dem Konto eingegangen.

Einfach beeindruckend! Aber es ist ja auch gut und lehrreich, wenn der Leser gezeigt bekommt, wie er es genau nicht machen sollte.

ArthurDent

09.04.2013, 08:27 Uhr

Wenn ich mir die Performance des spekulativen Depots anschaue - und das in einer monatelangen Phase weltweit ansteigender Aktienkurse - kann wohl nur noch Börsenguru Rolf Morrien helfen.

Ab und an braucht auch der beste Anleger mal professionelle Hilfe!

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