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08.09.2013

19:06 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

„Die Talfahrt der Schwellenländer dürfte anhalten“

In der Vergangenheit dauerten die Krisen in den Schwellenländern nicht lange. Diesmal könnte das anders sein. Ein Einstieg wäre deshalb riskant. Dagegen könnte die US-Notenbank noch länger Staatsanleihen kaufen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis


Während die Aktienmärkte der Industriestaaten seit Anfang des Jahres auf Eurobasis im Schnitt um rund ein Zehntel an Wert gewonnen haben, sind die Börsen in den Schwellenländern spiegelverkehrt dazu in ähnlichem Umfang gefallen. Sollte man auf eine Aufholjagd der Emerging Markets setzen? Ich glaube nein.

In der Vergangenheit wurden Börsenkrisen in den Schwellenländern zwar rasch überwunden: So ging es sowohl nach der Asienkrise 1997/98 als auch der Internet-Blase schnell wieder aufwärts. Doch diesmal dürfte die Talfahrt länger anhalten -  denn maßgeblicher Auslöser ist der anstehende Ausstieg aus der ultralockeren US-Geldpolitik.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Je weiter sich die Kapitalverzinsung in den etablierten Industriestaaten erholt, desto geringer ist der Anreiz in risikoreicheren Schwellenländern auf Renditejagd zu gehen – vor allem Großinvestoren ziehen daher ihr Geld schon jetzt wieder ab.

Und sobald die US-Notenbank Fed tatsächlich damit beginnt, die Zügel anzuziehen, werden die Börsen in den Schwellenländern noch stärker unter Druck kommen. Ich mache daher auch weiterhin einen Bogen um diese Märkte und setze in meinem Portfolio bevorzugt auf Europa und die Wall Street.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

08.09.2013, 19:29 Uhr

Das Bsp SAP bringt es auf den Punkt: Wer von Börse keine Ahnung hat, sollte es lassen. Einstieg bei 50 bis max. 52, Ausstieg bei 60 bis 63 innert 12 Monaten.

So einfach geht das. Ach ja, es gibt noch Optionen...

Observator

09.09.2013, 08:02 Uhr

Ziemliche Kaffeesatzleserei, was die drei Redakteure da zum Besten geben. "Einen Kursrutsch kann ich aussitzen - wenn es anschließend wieder hochgeht" - Wahnsinn, was für eine Börsenweisheit. Man wähnt sich im Beratungsgespräch der örtlichen Kreissparkasse. Welchen inhaltlichen Mehrwert uns die Redakteure mit auf den Weg geben wollten, erschließt sich einem auch bei mehrmaligem Lesen nicht. Ziemlich viele Variable ("könnte, wäre, hätte, vielleicht, würde"), mit denen uns die Herrschaften ihre Gedanken als Leitlinien verkaufen wollen. Und das ist eigentlich das armselige daran: es muss mit Gewalt was geschrieben werden, damit die Zeitung voll wird. Übrigens hat auch keiner der ach so neunmalklugen HB-Redakteure und all die vielen superg'scheiten Analysten die Krise 2008 vorhergesehen, obwohl ein Millionenheer von hochstudierten Fachexperten damit beschäftigt war, uns die (Finanz)Welt zu erklären. Die Krise kam und pflügte die Erde um. Und keiner hat's kommen sehen. Insofern ist dieses Geschreibsel der studierten HB-Redakteure an Bedeutungslosigkeit nicht zu übertreffen - man wird es nach wenigen Minuten wieder vergessen haben.
Ach ja, meine seit Jahren erfolgreiche Strategie: 1/4 Immobilienfonds, 1/4 Aktienfonds, 1/4 Mischfonds, 1/4 Cash, die Aktien- und Mischfonds konsequent als Sparplan, seit 2007 rund 32% im Plus mit dem Gesamtdepot.

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