Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.08.2013

19:37 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Die wertvollste Briefmarke der Welt

Lohnen Briefmarken als Investment? Kerstin Leitel hat da so ihre Zweifel. Georgios Kokologiannis investiert sein Geld lieber nur an der Börse. Und Jürgen Röder zieht nach zwei Monaten eine positive Zwischenbilanz.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Bekommen Sie noch Post in Papierform? Dann sollten Sie genau hinschauen, welche Briefmarken auf dem Umschlag sind, denn die könnten mehr Geld einbringen als so manche Aktie.

Schließlich ist der wohl teuerste Brief der Welt etwa 10 Millionen Euro wert, der so genannte Bordeaux-Brief. Er wurde im Jahre 1847 als gewöhnlicher Geschäftsbrief abgeschickt, aber auf ihm kleben die beiden berühmtesten Marken der Welt: die Blaue und die Rote Mauritius der legendären ersten Serie.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Auch auf dem heimischen Markt können Sammler durchaus interessante Briefmarken finden, wie die Analysten der WGZ-Bank auflisten: Die „Schwarze Einser" beispielsweise, eine Marke des Königreichs Bayern aus dem Jahr 1849 und die erste deutsche Briefmarke überhaupt, wird heute zwischen 1.000 und 3.000 Euro gehandelt.

Doch wie immer gibt es einen Haken: Anleger sollten beachten, warnen die Analysten, dass Wertsteigerungen selten vorhersehbar sind und dass es sich beim Briefmarken-Markt um einen äußerst illiquiden Markt handelt. Also bleiben ich auf der Suche nach lukrativen Investments doch an der Börse. Und da läuft es momentan schließlich ja auch nicht schlecht.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×