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05.05.2013

12:38 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Die Zweifel an der Rekordjagd wachsen

Dax und Dow Jones sind auf Rekordkurs. Das tut den Musterdepots unserer Redakteure natürlich gut. Trotzdem schauen sie auch ein bisschen skeptisch auf die Rekordjagd.

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent. Jens Dietrich

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent.

Der Dow bei rund 15.000 Punkten, der S&P 500 bei mehr als 1600: Manchmal zweifele ich an meiner eigenen Skepsis. Aber vielleicht wäre das gerade der Punkt, wo die Börse sich von ihren fundamentalen Grundlagen löst: Wenn zu viele Investoren skeptisch gegenüber ihrer eigenen Skepsis werden.

Frank Wiebe

Der Redakteur

Mit Finanzthemen beschäftige ich mich seit mehr als 30 Jahren - lange Jahre von Deutschland aus, seit November 2012 von New York aus. Vor meiner Zeit als Journalist habe ich einige Jahre in einer großen Bank gearbeitet und war dort auch an Aktienemissionen beteiligt.

Die Strategie

Chancenorientiert heißt für mich vor allem, die Chancen von Unternehmen zu nutzen. Ich kaufe daher in erster Linie Aktien mit einer langfristigen Perspektive. Dazu kommen auch Anleihen, um die Risiken besser zu verteilen. Ich werde eher direkt einzelne Papiere kaufen als indirekt über Fonds und Zertifikate zu gehen, weil das einfacher nachzuvollziehen ist und damit die Transparenz erhöht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Auffällig ist jedenfalls, dass die Nachrichten von der amerikanischen Konjunkturfront gemischt sind, die Börse aber unaufhaltsam weiter steigt, nachdem sie zwischenzeitlich einen gewissen Schwächeanfall hatte. Die Zahl der Arbeitlosen ist erfreulicherweise gesunken. Sie liegt jetzt nur noch ein Prozentpunkt oberhalb der Schwelle von 6,5 Prozent, die die US-Notenbank als Maximum definiert hat. So lange dieses Maximum überschritten wird, will die Notenbank ihre Politik des leichten Geldes fortsetzen.

Das Absinken der Arbeitslosenzahl wird allerdings gleichzeitig von einem Rückgang der geleisteten Arbeitsstunden begleitet. Sprich: Mehr Leute haben einen Job, aber es wird kaum mehr gearbeitet. Das bedeutet zweierlei Erstens: Die Konjunktur erholt sich nicht so schnell, wie es auf den ersten Blick erscheint.  Zweitens aber: Wenn mehr Leute eine Arbeit haben, mindert das die sozialen Probleme. Und das bedeutet letztlich doch wieder eine wirtschaftliche Erholung - wer arbeitet, kann auch einkaufen. Letztlich bleibt das Signal vom Arbeitsmarkt also positiv.

Kommentare (2)

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wizard

05.05.2013, 12:54 Uhr

Jetzt unbedingt die Gelegenheit zum Gold und Silberkauf nutzen wer es noch nicht hat. Das System setzt derzeit ungeheuer viel Energie ein um "Normalität" vorzuspielen. Erinnert sich noch jemand an die Zeit wo man Silber pro Unze fuer eine Handvoll Euros bekam, also quasi umsonst. Aehnlich bei Gold. Dieselbe Situation haben wir derzeit noch im Minensektor. Besonders günstig sind derzeit exzellente Gold und Silberjuniorunternehmen die bei eine Gold-Silberpreiserholung um das 10 bis 100-fache steigen könnten. Noch sind diese Aktien Pennystocks und fuer ein Taschengeld zu erwerben.
Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Admin

05.05.2013, 17:32 Uhr

Zweifeln ist gut für Rekordjagd! ;-)

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