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24.01.2013

19:38 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Diversifizierung zahlt sich nicht immer aus

Kerstin Leitel steckt in einem Dilemma. Ihre einzelnen Positionen entwickeln sich gut. Auf das gesamte Depot hochgerechnet fällt das Plus aber deutlich kleiner aus. Geht unsere Redakteurin jetzt ins Risiko?

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Meine Aktien entwickeln sich gut – über fünf Prozent ging es bislang für meine Wertpapiere nach oben. Doch unter dem Strich ist das Plus wesentlich geringer, nicht einmal zwei Prozent. Das liegt an meinem hohen Bargeldbestand. Denn das Bargeld ist zwar sicher und verliert durch die Inflation nur auf den zweiten Blick an Wert, aber es wird eben auch nicht mehr.

Als „richtiger“ Anleger würde ich einen Teil meines Geldes wenigstens auf einem Tagesgeldkonto parken können, aber das ist im Rahmen dieses Börsenspiels nicht möglich. Und deswegen werde ich weiter nach guten Investitionsmöglichkeiten suchen – selbst wenn sicherlich kein Anlageberater dazu raten würde, alles Geld in Wertpapiere zu investieren.

Dabei stoße ich allerdings auf ein zweites Problem, das eigentlich gar nicht als Problem gilt: Diversifizierung. In die meisten meiner Aktien habe ich weniger als fünf Prozent meines gesamten Geldes gesteckt.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Das bewahrt mich zwar davor, wegen einer Fehlinvestition gleich einen Großteil meiner Gelder zu verlieren – aber ich gewinne natürlich auch nur wenig, wenn sich eine meiner Positionen – wie etwa VW – außerordentlich gut entwickelt. Ein Dilemma. Entweder ich muss das bei zukünftigen Transaktionen in Kauf nehmen, oder ich gehe ein höheres Risiko ein.

Kommentare (3)

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OLDENDORP

24.01.2013, 21:08 Uhr

..
ANLAGESTRATEGIE..
AUSDRUCKSWEISE...
..
ich kann weder eine anlagestrategie,
noch eine sinnvolle ausdrucksweise
erkennen..
..
ein armutszeichen für redakteure des
handelsblattes, das doch gerade noch
einen preis erhalten hat..
..
warum werden die artikel nicht von
profis geschrieben, sowohl was das
fachwissen anbelangt aber auch die
klare ausdrucksweise..!!
..

koehn-hattingen@t-online.de

25.01.2013, 11:38 Uhr

Kerstin Leitel beschreibt mit klarer, unverdrehter Sprache die normalen Erfahrungen eines Anlegers. Ein Spieler würde mehr riskieren, eben ein Spieler! Diversification und etwas Barbestand ist für einen Anleger schon richtig. Ich danke dem HB für diese Aktion. Köhn-Hattingen

tollerdoller

30.01.2013, 22:01 Uhr

Strategie bedeutet in meinen Augen nicht, sich darüber zu ärgern, dass ein Titel an einem Tag besser performt hat als ein anderer. Solche Artikel schüren die Gier und sind am Ende die Totengräber jedweder Aktienkultur.

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