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12.09.2013

21:10 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Ein Ende der Fed-Anleihekäufe naht

Wie geht es weiter an den Märkten? Während Jürgen Röder mit steigenden Kursen rechnet, stellt sich Georgios Kokologiannis auf Kursrücksetzer ein. Kerstin Leitel macht den weiteren Verlauf von der Notenbank Fed abhängig.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

In den kommenden Tagen dürften die Börsianer wieder über das so genannte „Tapering“ diskutieren. Seit Anfang des Jahres kauft die US-Notenbank jeden Monat für 45 Milliarden Dollar Staatsanleihen und für 40 Milliarden Hypothekenanleihen, um so die Wirtschaft zu stützen. Doch die Lage hat sich gebessert, und so müssen früher oder später diese Maßnahmen auslaufen – das wird an der Börse als „tapering“ bezeichnet.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Frage ist nur: Wann ist es soweit? Einige Experten rechnen damit, dass die Fed schon bei ihrer Sitzung am 17./ 18. September das Ende ihre Hilfsmaßnahmen ankündigen wird, andere erwarten das erst im Dezember und verweisen dabei auf die jüngsten Daten vom Arbeitsmarkt. Mit den Arbeitsmarktdaten sei nahezu jede Entscheidung zum Tapering gedeckt, heißt es etwa von den Experten der BayernLB. Sie gehen allerdings weiterhin davon aus, dass bereits auf der September-Sitzung ein solcher Schritt beschlossen wird.

„Als Reaktion auf die schlechteren Arbeitsmarktzahlen könnte die Reduzierung aber relativ gering ausfallen. So wäre eine Verringerung zwischen 10 und 15 Milliarden Dollar vorstellbar.“ Es wäre keine große Überraschung, wenn das Thema „Tapering“ für Unsicherheit sorgen und den Dax ins Straucheln bringen würde. Langfristig orientierte Investor müssen so etwas aber aushalten können.

Kommentare (1)

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12.09.2013, 23:02 Uhr

Wenn der Crash im Hebst da ist dürfen wir uns alle auf eine höhere Inflation freuen! Danke Dragi!

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