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18.03.2013

20:56 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Eine heiße Wette für Spekulanten

In den Musterdepots unserer Redakteure schmelzen die Gewinne dahin. Das Depot von Jessica Schwarzer hat die Nulllinie bereits unterschritten. Nun überlegt sie, Commerzbank-Aktien nachzukaufen.

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

Viel fehlt nicht mehr und die Commerzbank verkommt zum Penny-Stock. Damit droht ein Dax-Wert unter die Ein-Euro-Marke zu fallen. Das gab es zuletzt im Dezember 2008, als Infineon diese Latte riss. Es folgte der Dax-Ausschluss, eine wahre Kursrally und schließlich die Wiederaufnahme in die erste Börsenliga. Infineon notiert mittlerweile wieder bei mehr als sechs Euro.

Bei der Commerzbank ist die Gefahr, zum Penny-Stock zu werden, allerdings spätestens Mitte April gebannt. Dann wird nämlich auf der Hauptversammlung nicht nur die Kapitalerhöhung mit einem Volumen von 2,5 Milliarden Euro beschlossen. Die Bank will außerdem je zehn Aktien zu einer zusammenlegen. Damit dürfte sich der Aktienkurs - zumindest optisch - etwa verzehnfachen.

Jessica Schwarzer

Die Redakteurin

Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.

Die Strategie

Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Vorher könnte es aber noch mal spannend werden. Vielleicht wiederholt sich die Geschichte - Stichwort Infineon - ja zumindest teilweise. Vielleicht sollte ich nachkaufen, meinen Einstiegskurs von 1,36 Euro „verbilligen“ und auf eine teilweise Erholung der Aktie setzen.

Auch der Wirtschaftsprofessor und Investor Max Otte denkt darüber nach, nach dem jüngsten Kursrutsch zuzukaufen. „Die Kapitalerhöhung war notwendig, sie gibt der Bank eine neue Chance“, hatte er im Gespräch mit Handelsblatt Online gesagt.

Otte hält eine sehr kleine Position an Commerzbank-Aktien, die er nach eigenen Angaben bei Kursen um 1,30 Euro gekauft hat. „Für mich ist das eine Wette, die ich in der Rubrik 'Optionen' verbuche“, so Otte. Solche Wetten passen natürlich in ein spekulatives Depot. Warum also nicht nachkaufen? Zugegeben: eine ganz heiße Wette für Spekulanten. Ich denke darüber nach.

Kommentare (7)

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18.03.2013, 21:06 Uhr

Bei Ihnen schmelzen die Gewinne, bei mir sprudeln sie. Gerade Nestle mit 11% Plus glatt gestellt.
Für eine Haltedauer von 5 Monate ist das eine Spitzenredite :-)

rob

18.03.2013, 21:34 Uhr

angeber- 5 monate für 11 %? für nen daytrader mit optionen
auf aktien und währungen lächerlich und endlos zu warten...
fazit anfänger! und anfänger sollten denken, der spieler wirft hundert euro in den automat, wenn 5 rauskommen, freut er sich wie ein kind, merkt nicht 95 euro verloren!

Account gelöscht!

19.03.2013, 00:58 Uhr

nachkaufen, ja, aber erst ab 1,05€ und dann einen Call.

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