Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.11.2012

20:22 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Eon schmiert ab – Spekulantin kauft

Dass eine Dax-Aktie an einem Tag zwölf Prozent ihres Wertes einbüßt, kommt selten vor. Für Anleger ist das die perfekte Gelegenheit zum Einstieg – zumindest, wenn sie eine spekulative Strategie verfolgen.

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

Puh, ein Minus von zeitweise zwölf Prozent an nur einem Handelstag, das tut weh. Eon-Aktionäre mussten am Dienstag leiden. Die Gewinnprognose kassiert, die Dividende infrage gestellt – da hilft es auch nichts, dass Deutschlands größter Energiekonzern in den ersten neun Monaten 2012 seinen Gewinn deutlich gesteigert hat.

Wie schon bei meinem Commerzbank-Arrangement nutze ich den Kurssturz zum Einstieg und setzte darauf, dass sich die Aktie in den kommenden Tagen erholt. Dass ein Dax-Wert an nur einem Tag zwölf Prozent seines Wertes verliert, erlebt man schließlich nicht so oft. Ein bisschen hat sie sich im Tagesverlauf ja auch schon berappelt.

Jessica Schwarzer

Die Redakteurin

Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.

Die Strategie

Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Mit meinem Kauf gehe ich natürlich eine heiße Wette ein, weshalb ich auch nur 3.000 Euro in diese Position investiere. Insgesamt läuft es mit meinem Depot durchwachsen. Der Griechenland-ETF notiert noch immer deutlich im Minus, hat sich heute aber wenigstens ein bisschen erholt.

Das spekulative Depot: Bitte Klicken für die Großansicht.

Das spekulative Depot: Bitte Klicken für die Großansicht.

Auch das Zertifikat auf südeuropäische Aktien macht noch immer Verluste, die sich aber zum Glück in Grenzen halten. Für Stabilität in meinem spekulativen Musterdepot sorgen die beiden ETFs auf Schwellenländer-Anleihen und europäische High Yields. Sie notieren im Plus, das Emerging-Markets-Papier sogar deutlich. Wenigstens etwas, das gut läuft!

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

14.11.2012, 01:05 Uhr

recht hat sie. schneller konnte man 5% in 2 wochen nicht verdienen

Knucci

14.11.2012, 19:13 Uhr

Es wird nicht Tage, schon (wenige) Wochen dauern, dann ist E.ON wieder bei ca. 15,50, evtl. sogar 16,00, immer noch o.k. wenn die Dividende ab 2013 bei ca. 0,80-0,85 liegen dürfte ... BUY!

Heini1946

18.11.2012, 15:36 Uhr

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Nehmen wir uns dazu mal die
technoloigisch führte SMA Aktie vor. Ähnlich wie e-on hat
sie sich einen Höhepunkt erarbeitet. Danach ging es nur noch bergab. Nach dem Kursdebakel kamen dann auch die schlechten Nachrichten dazu, die alles plausibel machen.
Zwischenzeitlich immer mal Hoffnungsrallies und dann immer weiter runter. Ernstlichen Halt sollten diese Papiere
erst nach 90% Kursverlust bekommen. Ähnlich Story bei Telekom und bei vielen Papiern die erst 100% und mehr machen. Apple gehört auch diese Kathegorie. Technisch führend wie SMA. Wenn das Pferd ausgeritten ist und alle
dieses Papier schon im Depot haben geht es, egal um alle
positiven Nachrichten, in den Keller. Natürlich kann man
Glück haben und mal einen Zipfel Erholung erwischen. Könnte
sogar hier klappen, weil der Markt inzwischen überverkauft
ist. Dananch kommt die Ernüchterung. Siehe auch Verlauf der
Commerzbank, der heute eben nach der Zwischenerholung schlaff geworden ist. Wenn schon Einzeltitel behandelt werden dann empfehle ich mal die Postbank. Hat einen Gewinnabführungsvertag mit der Deutschen Bank. Über 5%
Dividendenrendite zusätzlich garantiert durch Aktiengesetz
und beherrschenden Aktionär. Sicherer als Staatsanleihe,
aber 5 fachen Ertrag. Und, was ganz wichtig ist, man muss
nicht mehr nach den Futures leben und kann ganz ruhig schlafen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×