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29.08.2013

19:50 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Erinnerungen an die Dotcom-Blase werden wach

Droht ein Crash an den US-Märkten? Skeptiker meinen Hinweise dafür zu erkennen. Georgios Kokologiannis glaubt dagegen an weiter steigende Kurse. Und Jürgen Röder setzt sein Geld auf Telekomaktien. Die Musterdepots.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Sind US-Aktien nach mittlerweile viereinhalb Jahren Börsenrally zu teuer? Skeptiker meinen Hinweise dafür zu erkennen: Zwar haben sich die Wall-Street-Indizes aktuell etwas von den Allzeithochs entfernt, die sie Anfang August markiert hatten.

Unterm Strich sind die Bewertungen der Titel aus dem Leitindex S&P 500 in den vergangenen zwölf Monaten trotzdem so schnell gestiegen, wie zuletzt 1999 während der Technologieblase – kurz vor Ende des damaligen Bullenmarktes. Das zeigen Daten des Informationsdienstleisters Bloomberg.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Ich gehöre allerdings zu den Optimisten und glaube, dass die steigenden Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) Ausdruck für das wachsende Vertrauen in die wirtschaftliche Erholung und eine auf absehbare Zeit weiterhin stimulierende Geldpolitik in den USA sind. Was ebenfalls gegen ein nahes Ende der Börsenhausse spricht: Aus der Auswertung von Bloomberg geht auch hervor, dass sich die Bewertung des S&P 500 immer noch unter dem Niveau befindet, auf dem US-Aktienrallys in der Vergangenheit endeten. Im Schnitt lag das KGV dann bei einem Stand von rund 20 und damit etwa um ein Viertel über dem jetzigen Niveau.

Mein Fazit: Ich bleibe mit den defensiven Anlagezertifikaten im Portfolio auch weiterhin an der Wall Street investiert.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

30.08.2013, 18:11 Uhr

Die Depots selbst kann man wohl nicht mehr anzeigen?

Account gelöscht!

30.08.2013, 22:37 Uhr

Naja, sie waren ja schon immer so, dass man sie eigentlich nicht zeigen sollte.Nur einfache Sprüche sind genauso informativ wie die Börse vor 8 in der ARD.

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