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08.10.2013

06:36 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Erst einmal das Pulver trocken halten

Eine Einigung im US-Haushaltstreit ist nicht in Sicht. Gaben sich Investoren anfangs cool, hat die Blockade am Montag doch für Verluste gesorgt. Für Georgios Kokologiannis Grund genug, die Füße still zuhalten.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Sollten die Börsianer allmählich doch die Nerven verlieren angesichts des US-Haushaltsstreits und des näher rückenden Erreichens der Schuldengrenze? Den siebten Tag bleiben die Regierungsbehörden geschlossen. Eine Einigung zwischen Demokraten und Republikaner ist nicht in Sicht. Die USA werden ab dem 17. Oktober kein Geld mehr ausleihen können.

Bisher gaben sich Anleger zumindest hierzulande zwar betont gelassen. Das scheint sich zu aber ändern. Die gegenseitige Blockade der Parteien im Etatstreit hat zum Wochenstart anfangs für kräftige Verluste gesorgt. Gleichzeitig ist das „Angstbarometer“ VDax ist um zehn Prozent nach oben geschossen – auf den höchsten Wert seit vier Wochen.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

So unwahrscheinlich es noch ist: Sollte es zur Zahlungsunfähigkeit der weltgrößten Volkswirtschaft kommen, wären die Folgen verheerend. Ökonomen warnen vor einer finanziellen Apokalypse, die selbst die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers vor rund fünf Jahren in den Schatten stellen würde.

Pulver trocken zu halten, ist derzeit keine falsche Taktik. Deshalb behalte ich meinen hohen Bargeldbestand bei und warte ab, wie sich die Situation weiterentwickelt.

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