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10.07.2013

20:22 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

„Erst hat man kein Glück, dann kommt Pech dazu“

Georgios Kokologiannis ist von RWE enttäuscht und verkauft die Aktie. In Jürgen Röders Depot könnten Fielmann-Papiere für Verluste sorgen. Kerstin Leitel beobachtet derweil die neuesten Börsengänge aus der Distanz.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Eine Gnadenfrist gewährt hatte ich der Aktie von RWE vergangenen Mittwoch: Sollten die Anteilsscheine des zweitgrößten deutschen Energieversorgers auch den nächsten Aufschwung an der Börse nicht mitmachen, fliegen sie aus meinem Portfolio.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Jetzt ist es so weit: Während der Dax innerhalb einer Woche fast vier Prozent zugelegt hat, dümpelt die Problem-Aktie weiter vor sich hin. Die Konsequenz: Weg mit den Papieren, die auf der Depot-Performance lasten. Investoren scheinen RWE endgültig abgeschrieben zu haben – so wie ich jetzt fast eintausend Euro Verlust, die mir die Wette auf einen Turnaround seit Anfang Januar eingebrockt hat.

Über 80 Prozent der Analysten glauben mittlerweile ebenfalls nicht mehr an die Titel und raten vom Kauf ab. So hat vor kurzem die britische Investmentbank HSBC das Kursziel für RWE auf nur noch 19 Euro abgesenkt - die Einstufung lautet „Untergewichten“. Für deutsche Versorger sei kein Licht am Ende des Tunnels zu erkennen, meinen die Experten. Mit der Bundestagswahl im September gebe es politische Risiken, zudem verschlechtere sich das Ergebnisumfeld. Auch die Dividenden stünden unter Druck. RWE gingen die Optionen aus, ab dem kommenden Jahr sei mit einer sinkenden Ausschüttungsquote zu rechnen.

Ermutigende Aussichten sehen anders aus.

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