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05.01.2014

14:29 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

„Es dürfte durchaus einmal kräftiger rumpeln“

Geht die Rally an den Märkten weiter und gibt es einen Kursrücksetzer? Kerstin Leitel will ihr Depot genau unter die Lupe nehmen, denn sie ist überzeugt: 2014 muss man als Investor wohl gute Nerven haben.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

So langsam kehren die Investoren zurück aus ihrem Urlaub, selbst wenn am Montag noch in einigen deutschen Bundesländern Feiertag ist.

Die wichtigsten Termine dieser Woche stehen erst in der zweiten Wochenhälfte auf der Tagesordnung: Die Sitzung der EZB und der Bank of England am Donnerstag, die amerikanischen Arbeitsmarktdaten und das Sitzungsprotokoll vom 17./18. Dezember der US-Notenbank, das am Mittwochabend veröffentlicht wird.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Auch im neuen Jahr wird die Diskussion über die weiteren Hilfsmaßnahmen der Notenbanken das Geschehen an den Börsen entscheidend beeinflussen. Doch die beiden europäischen Notenbanken werden voraussichtlich erst einmal Ruhe bewahren, prognostizieren die Volkswirte der Helaba. Und der US-Arbeitsmarktbericht für Dezember sollte den Optimismus der Fed bestätigen, heißt es bei der Commerzbank. „Damit wäre wahrscheinlich der Weg frei, auf der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses am 28./29. Januar die Käufe weiter zu reduzieren“, meinen sie.

Bis dahin ist genug Zeit, um das Depot unter die Lupe zu nehmen und sich für 2014 zu rüsten. Denn auch wenn viele Börsenexperten weitere Kursgewinne erwarten - zum Jahresstart dürfte es "durchaus einmal kräftiger rumpeln“, warnt die Privatbank Metzler. 2014 muss man als Investor wohl gute Nerven haben.

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