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09.05.2013

09:15 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

„Es dürfte mit mehr Gegenwind zu rechnen sein“

Zahlreiche Dax-Unternehmen veröffentlichen ihre Bilanzen und schütten Dividenden aus. Vor allem Kerstin Leitel kann sich über saftige Dividenden freuen. Frank Wiebe riskiert unterdessen den Kauf von 20 Apple-Aktien.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

An der Börse herrscht Hochstimmung. Die Aktien steigen immer weiter, getrieben von „einer nie gekannten Geldschwemme der globalen Notenbanken“, wie Volkswirt Carsten Klude von MM Warburg das kommentiert. Aber der Experte warnt davor zu glauben, dass der Höhenflug des Dax immer weiter geht: „Die Kursrallye baut auf die Hoffnung, dass die Geldpolitik es schon richten wird. Doch die bisherigen Erfahrungen sind – vor allem in der Eurozone – ernüchternd“. Von daher rät er zu Vorsicht. Zwar rechnet er damit, dass der Dax die von ihm als Jahresziel ausgegeben 8.550 Punkte erreichen wird. „Doch zunächst dürfte mit mehr Gegenwind als in den Vorwochen zu rechnen sein.“

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Ich freue mich unterdessen an meinen Dividenden: In den vergangenen Tagen sind immer mehr Gelder in mein Depot eingebucht worden. Mittlerweile haben fast alle „meiner“ Unternehmen ihre Gewinnbeteiligungen ausgezahlt, allein SAP und Fielmann hinken hinterher.

Unter dem Strich habe ich so 1300 Euro Plus gemacht – ganz passabel, wenn man bedenkt, dass ich ja auch durch den Kursanstieg Gewinne verbuchen kann (auch wenn diese natürlich nur auf dem Papier stehen und schnell wieder weg sein können, wie ich es etwa bei VW erlebt habe). Dennoch überrascht es, dass mir einige Unternehmen trotz einer ordentlichen Dividendenrendite nur Peanuts überweisen mussten. Aber ich war bei vielen Aktien einfach zu vorsichtig und habe zu wenig Geld investiert.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

09.05.2013, 13:40 Uhr

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Account gelöscht!

11.05.2013, 17:10 Uhr

Wie oft denn noch :Es spielt bei Indexfonds,Indexzerties und ETF´s gar keine Rolle wie ein Index berechnet, zusammensetzt und über die Zeit verändert. Wenn Sie am 07.03.00 ein Indexzertie DAX kauften, mussten Sie 81,37 Euro pro Teil in der Spitze hinlegen,am letzten Freitag 83,58 Euro.Also was soll das Argument :Die Einrechnung der Dividenden sei unfair ? Das nur ein Teil der Aktien höher steht als 00 ?-Der Vergleich hinkt,erstens durch die Bankenkrise zahlen Banken kaum Dividenden,zweitens durch die Indexzusammenstellung+Gewichtung seit 00,drittens durch den Zeit/Geldfaktor an sich,viertens und letzens haben auch in 00 nur 10 Aktien den DAX outperformt!
PS.: Alle dies Sieger von damals zählen heute zu den Verlieren.Soll ich mal aufzählen welche das waren mit den dazugehörigen mit den Höchstkursen und dann bitte vergleichen Sie selbst :Infineon:93,40 Euro,Deutsche Bank:103,20 Euro Euro,Commerzbank:47,50 Euro,Allianz:444,50,Siemens:195,00 Euro,Münchner Rückv.:363,00 Euro,Dt.T.104,00 Euro,dazu noch Expos ausgeschieden damals:189,90 Euro,Bay.Hyp.Bank ausgeschieden:74,20 Euro,Mannesmann ausgeschieden durch Übernahme von Vodafone 382,50 Euro!

ArthurDent

12.05.2013, 14:23 Uhr

Frau Leitel,

das eine hohe Dividendenrendite bei kleiner Bezugssumme nur einen kleinen absoluten Betrag ausmacht, kann wirklich nur jemanden überraschen, der nicht einmal die Grundzüge der Prozentrechnung kennt. Diese Wissenslücke scheint ja geradezu Voraussetzung zu sein, um an dem Börsenspiel des HB teilnehmen zu können.

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