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11.12.2013

22:48 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Euro-Krisenländer sind die Börsengewinner 2013

Der Dax konnte im Rekordjahr 2013 bisher um mehr als 20 Prozent zulegen. Im europäischen Vergleich reicht es mit der Rendite allerdings nur zu Platz 4. Das Rennen machen ausgerechnet die größten Euro-Sorgenkinder.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Welche Börse hat sich in diesem Jahr bisher am besten entwickelt? Kaum zu glauben, es ist die in Athen, die in den vergangenen Jahren während der Beinahe-Pleite des südeuropäischen Landes noch ins Bodenlose gestürzt ist. In diesem Jahr ist – bis Anfang Dezember – der dortige Index um 35 Prozent gestiegen.

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Wie heißt noch das passende Sprichwort dazu: Die Letzten werden die Ersten sein. Denn auch auf Rang zwei liegt ein Land, dass die europäische Schuldenkrise mit Wucht traf: Irland. Die Börse in Dublin wies zu dem gleichen Zeitraum ein Plus von mehr als 32 Prozent auf. Offenbar haben die Anleger auch honoriert, dass die Insel sich vom europäischen Rettungsschirm für Schuldensünderstaaten befreit hat. Dahinter folgt Finnland auf Rang drei unter allen internationalen Aktienmärkten mit einem Zuwachs von 26,0 Prozent im Jahre 2013.

Für den wichtigsten Börsenplatz Deutschland hat es hingegen nicht ganz für das Siegertreppchen gereicht. Die Frankfurter Börse weist seit Jahresbeginn bis Anfang Dezember ein Plus von 23,5 Prozent auf - und erreicht damit Platz vier.

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