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29.11.2012

19:33 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Facebook wird zum Analystenliebling

Nach dem verpatzen Börsenstart ging der Facebook-Kurs zuletzt durch die Decke. Die Frage ist: Geht der Höhenflug weiter? Handelsblatt-Redakteurin Jessica Schwarzer sieht weiteres Kurspotenzial und steigt ein.

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

Wer beim Börsengang dabei war, hat mit seinen Facebook-Aktien bisher nicht viel Freude gehabt. Doch wer nach dem Kurssturz eingestiegen ist, kann sich über satte Kursgewinne freuen. Allein in den vergangenen vier Wochen hat die Facebook-Aktie um gut zwanzig Prozent zugelegt. Diesen Anstieg habe ich leider verpasst, aber ich spekuliere darauf, dass es weiter aufwärts geht. Immerhin trauen die Experten der japanischen Investmentbank Nomura der Internetaktie zu, bis auf 32 US-Dollar zu klettern – ein Kurspotenzial von mehr als zwanzig Prozent.

Jessica Schwarzer

Die Redakteurin

Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.

Die Strategie

Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Ihre Kaufempfehlung begründen die Analysten unter anderem mit der Annahme, dass die Einnahmen mit mobiler Werbung weiter steigen. Ein Hoffnungswert, der die Facebook-Aktie bereits nach der Bekanntgabe der Zahlen für das dritte Quartal hatte steigen lassen.

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Mit ihrer Kaufempfehlung sind die Nomura-Experten nicht allein. 24 der insgesamt 38 vom Börseninformationsdienst Bloomberg befragten Analysten raten zum Einstieg, zwölf sagen „Halten“ und nur zwei Experten empfehlen auszusteigen. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit 30,15 Dollar auch deutlich über dem aktuellen Kurs. Noch optimistischer als die Nomura-Analysten sind übrigens die Experten von Goldman Sachs, die der Aktie einen Anstieg bis auf 35 Dollar zutrauen.

Ich kaufe 150 Aktien, investiere also etwas mehr als 3000 Euro. 

Kommentare (7)

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Hopfen_und_Malz

29.11.2012, 20:04 Uhr

Liebe Jessica, wenn Sie am Bahnsteig stehen und rote Lampen sehen, dann ist der Zug weg. Herrje, was ist so schwierig daran, zu begreifen, daß Sie mit diesem Facebook-Zug nicht mehr mitfahren können? Auch dann nicht, wenn 100 japanische Schlaumeier dazu raten.
Wenn schon, dann nehmen Sie besser den nächsten Zug - Sie müssen nur rechtzeitig einsteigen!

Muellmann

29.11.2012, 20:31 Uhr

Tja, etwas möchte ich diesem Kommentator zustimmen. Habe Facebook am 20.11. für 18 EUR bekommen, da war die Aktie schon 3 EUR über ihrem Tiefpunkt. In etwas mehr als einer Woche 16% plus ist gutes Holz. Analog Nokia mit ebenfalls guten 10%, auch da Glück gehabt. Aber das ist halt immer das Gleiche, wann ist der richtige Zeitpunkt. Im Moment scheint es, man kann fast nichts falsch machen, wenn ich mir die DAX-Einzelwerte so ankucke. Wenn das bis in 4 Wochen mit 7800 Punkten mal reicht ...

profi

29.11.2012, 20:40 Uhr

4,25% versteuern bei einer Rendite von ca 3,5%.???

Ob man im Verkaufsjahr den Verlust der Anlage steuerlich mit anderen Gewinnen gegenrechnen kann, ist mehr als fraglich.

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