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08.01.2014

21:09 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Finger weg von den Emerging Markets!

Die Schwellenländer gehörten zu den großen Verlieren im Börsenjahr 2013. Wie es im neuen Jahr weiter geht, darüber sind sich Experten uneins. Georgios Kokologiannis sieht momentan jedenfalls mehr Risiken als Chancen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Uneinigkeit herrscht unter Experten darüber, wie sich Anleger im Bereich der Schwellenländer positionieren sollen. Während die einen auf die mittlerweile stark verbilligten Notierungen verweisen, glauben die anderen nicht an das Ende des Ausverkaufs.

So rät Goldman Sachs den Anlegern, ihr Engagement an den Emerging Markets um ein Drittel zu verringern - von neun Prozent des Portfoliowerts auf sechs Prozent. Die US-Investmentbank erwartet eine „erhebliche Underperformance” für Aktien, Anleihen und Währungen über die nächsten zehn Jahre aus.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Dagegen glauben zwar beispielsweise auch die Experten der Weberbank, dass die Emerging Markets zunächst weiter unter dem Abzug westlichen Investmentkapitals leiden werden. Mit zunehmender weltwirtschaftlicher Erholung bestehe aber erhebliches Aufholpotential durch die inzwischen erreichten, extrem günstigen Aktienbewertungen. Auch Anleihen der Schwellenländer böten ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis.

Mein Fazit: Wegen der enormen Unsicherheit und kaum prognostizierbaren zukünftigen Entwicklung in diesem Segment, lasse ich weiterhin die Finger von diesen hochriskanten Märkten.

Kommentare (1)

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Chavamaria

09.01.2014, 11:37 Uhr

Ihre Überlegungen lesen sich immer spannend. Interessieren würde mich eine nähere Kalkulation der Bonus-Reverse-Zertifikate (oder Literaturempfehlung). Wie wirkt sich etwa bei WKN DT0FAS das Aufgeld von ca 8% aus? - Danke!

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